Investor will neues Wohngebiet in Lugau erschließen

Etwa 20 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser sollen am Pfarrwald entstehen. Der Bürgermeister bezeichnet die Lage als nahezu perfekt.

Lugau.

Ein Investor hat vor, neuen Wohnraum am Rande der Stadt Lugau zu erschließen. Über sein Projekt wurde im jüngsten Stadtrat diskutiert. Demnach sollen zirka 20 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. Dazu wird die Straße Am Pfarrwald, die von der Bundesstraße abzweigt, so verlängert, dass sie in einem Bogen westwärts zur Erlbacher Straße führt.

Doch bevor Bagger anrollen, muss die Stadt zunächst einen Bebauungsplan für das Gelände entwickeln. In der jüngsten Sitzung sprachen sich die Räte einstimmig für den Plan aus, den die Ingenieurin Sabine Erhard von der Sachsen Consult Zwickau präsentierte. Der Entwurf wird zunächst ausgelegt, Betroffene können ihn einsehen und Einwände formulieren. Falls es nicht zu größeren Verzögerungen kommt, dürfte die Genehmigung im nächsten Frühjahr vorliegen.

Laut Sabine Erhard handelt es sich um ein reines Wohngebiet, Firmen oder andere Einrichtungen sind nicht vorgesehen. Die Bauweise beschrieb sie als offen, das heißt, Reihenhäuser kommen nicht infrage. Mit 800 bis 1000 Quadratmetern sind die einzelnen Grundstücke relativ groß und bieten Platz für Garagen. Insgesamt wird das neue Wohngebiet eine Fläche von zwei Hektar einnehmen. Die Dächer sollen in Grautönen gefärbt werden. Offen ist noch, ob die Stadt auch die Form der Dächer festlegt.

Entlang der Straße werden Parknischen eingerichtet. Als ökologischen Ausgleich muss der Investor 4500 Quadratmeter in der Umgebung aufforsten, zudem werden Bäume und Hecken im Wohngebiet gepflanzt. Laut eigenen Angaben will er möglichst Handwerker aus der Region engagieren.

Bürgermeister Thomas Weikert bezeichnete die Lage des neuen Geländes als "fast perfekt", liegen doch die Bundesstraße und ein Einkaufsmarkt in der Nähe. "Bedarf ist da", sagte er. "Die Leute wollen bauen." Zuletzt war die Stadt in Verlegenheit geraten, weil sie keine Grundstücke als Baufläche anbieten konnte.

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