Jahnsdorf gewinnt 135.000 Euro bei Wettbewerb

Die Gemeinde hat ein Konzept zum Ausbau von Wanderwegen eingereicht. Diese sollen mit Infos der jüngeren Ortsgeschichte aufgewertet werden.

Jahnsdorf/Glauchau.

Geschichte lebendig machen - für junge und alte Menschen. Das ist der Leitsatz eines Konzepts, mit dem sich die Gemeinde Jahnsdorf am Ideenwettbewerb des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft beteiligt hat. Im Modul "Land.Kommune" ist diese Idee am Montag in Glauchau mit 135.000Euro prämiert worden.

Das Jahnsdorfer Konzept sieht vor, die Wanderwege im Gemeindegebiet auszubauen und zu restaurieren. Außerdem braucht es ausreichend Rastplätze und Aussichtspunkte. Parallel dazu ist ein Projekt mit Zeitzeugen in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Schulzentrum und der Grundschule vorgesehen. Die Initiatoren möchten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Vereine, Altenheime und Senioren besuchen und mit Tonaufnahmen Zeitzeugenberichte zur jüngeren Gemeindegeschichte sichern. Interviews, Erzählungen und die persönliche Geschichte der befragten Zeitzeugen sollen zu einem gemeinsamen Gedächtnis zusammengefügt werden. Die so gesammelten und verarbeiteten Tonaufnahmen sollen sodann an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet mithilfe von QR-Codes verfügbar gemacht werden. Die speziellen Codes können mit Smartphones oder anderen Endgeräten eingescannt werden und leiten die Nutzer dann zu den gewünschten Daten. So entstünde ein Audioguide für Jahnsdorf mit seinen Ortsteilen und das authentisch erzählt von Menschen, die das Erzählte selbst erlebt haben.

"Wir freuen uns riesig über die 135.000 Euro", sagte Bürgermeister Albrecht Spindler in einer ersten Reaktion. Die Idee wird nun zu einem Projekt für zunächst die kommenden zwei Jahre weiterentwickelt. "Ich werde jetzt mal meinen Projektplan etwas konkreter ausgestalten", sagt Spindler. Zudem möchte er nun die potenziellen Projektpartner informieren und ins Boot holen. Spätestens im Mai wird ein Auftaktworkshop stattfinden. Zum neuen Schuljahr können die Schüler dann mit ihrer Arbeit beginnen. "Erste Teile der Rundwege sollen bereits ab Frühjahr 2020 aktiv und Ende 2020 das Projekt Wanderwege vollständig sein", so Spindler.

Das Staatsministerium verteilt insgesamt fünf Millionen Euro an 58 Projektideen im ländlichen Raum. Es wurden 334 Beiträge von Vereinen, privaten Akteuren, Unternehmen und Kommunen eingereicht. "Die überaus große Resonanz auf den Wettbewerb zeigt: Der ländliche Raum hat ein riesiges kreatives und innovatives Potenzial", sagt Staatsminister Thomas Schmidt.

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