Jahnsdorf lehnt Vertrag aus dem Landesamt ab

Streit um Kosten für die Ex-Staatsstraße 257: Ort will Gemeinderat befragen

Jahnsdorf.

Im bereits monatelangen Streit um die ehemalige Staatsstraße 257 mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hat sich die Gemeinde Jahnsdorf noch nicht entschieden, wie sie vorgeht. Fakt ist laut Bürgermeister Albrecht Spindler: "Die Gemeinde wird den vorliegenden Vertag mit dem Lasuv aktuell so nicht unterzeichnen", so der Gemeindechef.

Hintergrund: Das Lasuv hat Jahnsdorf jüngst ein neues Angebot gemacht: Für die Erneuerung des Abschnitts, der durch den Ort verläuft, würde die Behörde ihren Zuschuss von 95.000 auf 117.000 Euro erhöhen. Das ist aber zu wenig für den Ort, so der Bürgermeister. Spindler will jetzt eine Beschlussvorlage für die nächsten Gemeinderatssitzung erarbeiten. Eine Frage lautet: Welche Optionen hat die Gemeinde jetzt? Eine Möglichkeit wäre der Gang zum Gericht.


Rückblick: Der Freistaat hatte die Trasse Anfang der 1990er-Jahre ins Staatsstraßennetz aufgenommen, was insofern verwundert, als auch Feldwege dazu gehören. Die Strecke führt von Thalheim über Wälder nach Jahnsdorf, dann asphaltiert nach Seifersdorf und über Äcker und Wiesen - als sogenannter Äppelweg - nach Ursprung. Später wurde die Staatsstraße zurückgestuft und in Kreis- und Gemeindestraßen umgewidmet. Heute sind der Erzgebirgskreis, Thalheim, Lugau und eben Jahnsdorf für die verschiedenen Abschnitte zuständig.

Das Problem: Eine solche Straße muss in einem angemessenen Zustand übergeben werden. Nach Ansicht von Spindler ist genau das aber nicht geschehen. Deshalb forderte er Geld vom Lasuv. (mit pl)

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