Jugendfeuerwehren aus Oelsnitz und Chodov machen Ferien

Das ist gelebte Städtepartnerschaft: 60 Leute haben mitgemacht. Das Programm ist sehr umfangreich gewesen. Doch wie ist die ganze Aktion überhaupt entstanden?

Oelsnitz/Chodov.

Eine erlebnisreiche Freizeitwoche geht für die Jugendlichen der Oelsnitzer und Neuwürschnitzer Jugendfeuerwehr und der Jugendfeuerwehr der tschechischen Partnerstadt Chodov heute zu Ende. Insgesamt sind 60 Beteiligte, Kinder, Jugendliche und Betreuer, eingebunden gewesen. Das Ganze ist ein Projekt der Stadt Oelsnitz, das über die Europäische Union gefördert worden ist.

Zentraler Ausgangspunkt für alle Aktivitäten ist das Feuerwehrtechnische Zentrum in Pfaffenhain gewesen. Gestern haben einige der jungen Leute ein Insektenhotel im Bürger- und Familienpark in Oelsnitz in der Nähe des Wasserspielplatzes aufgestellt. Dabei haben sie mit Unterstützung der Erwachsenen selbst zu Hammer und Akkuschrauber gegriffen.


Insgesamt war die Ferienwoche vollgepackt mit Erlebnissen. Ob eine Fahrradtour, der Bau der Nistkästen und des Insektenhotels beim Bildungsträger ASG in Chemnitz, der Besuch des Wasserwerks in Mittweida, Baden im Oberwald Stausee und Spaß auf der Sommerrodelbahn, der Besuch im Freizeitpark Plohn oder auch das Paddeln auf der Zwickauer Mulde. Hinzu kam ein sportlicher Wettbewerb mit Basketball oder Tischkicker und Ähnlichem.

Der Oelsnitzer Christoph Stahl engagiert sich ehrenamtlich und hat das Projekt federführend geleitet. Er sagt: "Warum ich das mache? Ganz einfach, weil ich die Feuerwehr meines Heimatortes unterstützen möchte. Die Ferienwoche ist super gelaufen." Was man neben den Freizeitaktivitäten ganz bewusst eingebaut habe, so Stahl, sei die sprachliche Ausbildung, die man auf spielerische Art und Weise umgesetzt habe.

So hat man die Kinder und Jugendlichen in gemischte Gruppen unterschiedlichen Alters eingeteilt, um die Verständigung untereinander zu fördern und anzuregen. Die beiden Bürgermeister, sowohl der Oelsnitzer Bernd Birkigt als auch Patrik Pizinger von Chodov, haben es sich nicht nehmen lassen, bei der Ferienwoche punktuell dabei zu sein.

Patrik Pizinger spricht von einer guten Sache: "Die Städtepartnerschaft besteht schon seit einigen Jahren und es ist schön, dass Christoph Stahl die Initiative von der Seite der Bevölkerung und der Vereine ergriffen hat und die Partnerschaft so mit unterstützt. Es ist ein tolles Camp, was hier auf die Beine gestellt worden ist."

Der 45-jährige ist, wie er selbst sagt, Unterstützer und Fan der Feuerwehr: "Die Arbeit mit den Kindern ist sehr wichtig, denn sie sind unsere Zukunft. Welche Beispiele wir geben und wir die Kinder unterstützen und ausbilden, davon hängt unsere und auch deren Zukunft ab." In Bezug auf die Feuerwehr sei das umso wichtiger, weil es heutzutage schwer sei, jemanden zu motivieren bei der Feuerwehr zu arbeiten.

Christoph Stahl geht davon aus, dass es im kommenden Jahr eine Freizeitwoche für die jungen Kameraden in Tschechien geben wird. In zwei Jahren soll es dann nach Möglichkeit wieder ein Camp in Oelsnitz geben.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...