Jungs springen nach Rettung wieder ins Wasser

Rettungsschwimmer haben Julien und Luk nach dem dramatischen Erlebnis bei Lößnitz ein besonderes Geschenk gemacht. Dazu gab es ein großes Lob.

Aue/Lößnitz.

Jetzt können beide wieder lachen. Nach der dramatischen Rettungsaktion im September erhielten Luk und Julien in der Auer Schwimmhalle nun ein ganz besonderes Geschenk. Retter Julien darf bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirk Bad Schlema das Schwimmabzeichen in Gold ablegen und könnte später eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer machen. Auch der gerettete Luk ging nicht leer aus. Er wird bei der DLRG das Schwimmen lernen.

Wie wichtig es ist, gut schwimmen zu können, haben die beiden Jungs im September an dem alten Schieferloch zwischen Zwönitz und Affalter erlebt. "Wir waren mit meinem Opa angeln. Mir rutschte die Angel ins Wasser. Als ich sie wieder rausholen wollte, fiel ich die tiefe Böschung hinunter ins Wasser", erinnert sich Luk (6). Der zehnjährige Julien sah das Unglück: "Sofort bin ich hinterher gesprungen und habe Luk über Wasser gehalten." Zusammen mit dem Opa wurde der Sechsjährige rausgezogen und wiederbelebt. Außerdem rannte Julien an die Straße. Dort gelang es ihm, ein Auto anzuhalten, um weitere Hilfe zu holen. Schließlich konnten die alarmierten Retter der Johanniter-Unfallhilfe den kleinen Jungen erstversorgen und in ein Krankenhaus bringen.

Weil Julien durch seinen schnellen Einsatz das Kind vor dem Ertrinken gerettet hat, wollten ihn die Verantwortlichen der DLRG für seinen Einsatz belohnen. "Er hat alles richtig gemacht. Julien ist ein Held", findet der erste Vorsitzende der DLRG-Bezirksgruppe, Jürgen Hahm. Mit der freien Mitgliedschaft bei der DLRG hat Julien die Möglichkeit, Junior-Retter zu werden. Dabei wird er auch die Erste Hilfe lernen. "Das ist aber nicht nur für junge Leute wichtig, sondern auch für ältere", macht Jürgen Hahm deutlich. Denn mancher würde nicht helfen, da er Angst habe, etwas falsch zu machen. Ausdrücklich lobt der Vorsitzende die Zusammenarbeit mit den Johannitern.

Die DLRG bildet jedoch nicht nur Retter aus, sondern bringt auch vielen Mädchen und Jungen das Schwimmen bei, so in den Schwimmhallen in Aue, Schneeberg und Schwarzenberg. Eine wichtige Aufgabe, die die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der DLRG übernehmen. Unter ihrer Obhut wird Luk bald ins Becken springen, der trotz seines schlimmen Erlebnisses schon wieder gern ins Wasser geht.

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