Kämmerei zieht nach Meinersdorf

Nach der kurzfristigen Schließung des Gornsdorfer Rathauses ist für den Fachbereich ein neue Lösung gefunden. Die Auerbacher wollten zum Zuge kommen, mussten sich am Ende aber beugen.

Meinersdorf/Gornsdorf/Auerbach.

Die sieben Mitarbeiter des Fachbereichs Finanzen der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Auerbach-Burkhardtsdorf-Gornsdorf sitzen künftig im Meinersdorfer Rathaus. Das hat der Gemeinschaftsausschuss der drei Gemeinden am Donnerstag einstimmig beschlossen. Bis Ende des Jahres sollen in der ehemaligen Galerie im ersten Obergeschoss des Gebäudes so weit Büroräume entstanden sein, dass die Kämmerei einziehen kann - und zwar dauerhaft. Ersten Schätzungen zufolge kostet das 80.000 bis 100.000 Euro, das die Gemeinde Burkhardtsdorf bezahlt.

Gornsdorf verliert damit einen ganzen Fachbereich. "Das bedauern wir sehr. Aber aus finanzieller Sicht und in der Kürze der Zeit ist es das Beste", sagt Bürgermeisterin Andrea Arnold. Bislang war die Kämmerei im Gornsdorfer Rathaus angesiedelt. Vor gut zwei Wochen wurde klar, dass das Rathaus zügig geräumt werden, weil sich die Elektrik im Haus als so marode erwies, dass es für die Mitarbeiter gefährlich wird. Für eine Sanierung jedoch hat Gornsdorf derzeit kein Geld. Also sitzt die Kämmerei im Moment verteilt im Burkhardtsdorfer und im Auerbacher Rathaus. Das ist keine Dauerlösung.

Die Auerbacher hatten noch versucht, ihr Rathaus als Standort in die Waagschale zu werfen. Doch auch dort fehlt derzeit das Geld, das Amt für die neuen Kollegen aufzurüsten. 150.000 Euro wären nötig. Und: Das Rathaus gehört noch der Wohnungsgesellschaft Auerbach. Es fällt erst mit deren Abwicklung an die Gemeinde. Das soll Ende des Jahres passieren. Der Wunsch der Auerbacher, innerhalb der VG ebenfalls eine Fachabteilung zu beheimaten, ist sehr groß, sagt Bürgermeister Horst Kretzschmann. "Ich habe den Eindruck, dass es dagegen in der VG auch keinen Widerstand gibt."

Was das Gornsdorfer Rathaus betrifft, lautet der Plan derzeit, dieses zu sanieren, sobald das Dorfgemeinschaftshaus fertig ist. "Dann machen wir es aber richtig", so Arnold. Mit Fahrstuhl, zweitem Rettungsweg und natürlich neuer Elektrik. Danach könnte der Fachbereich Bürgerservice dort einziehen und das ehemalige Sparkassengebäude auf der anderen Straßenseite, das der Gemeinde Gornsdorf gehört, stünde frei, etwa zur Vermietung oder zum Verkauf. Der Fachbereich Bürgerservice soll auf jeden Fall in Gornsdorf bleiben, bekräftigte Burkhardtsdorfs Bürgermeister Jörg Spiller.

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