Kinder durften in den Sattel steigen

Zum Tag der offenen Stalltür präsentierte sich die Pferdesportgemeinschaft Niederdorf vornehmlich jungen Interessierten. Ein Mädchen war besonders mutig.

Niederdorf.

Geduldig warteten die Ponys Sweety, Blacky, Perle und Pia in der 20 mal 40 Meter großen Halle der Reitanlage Reichel in Niederdorf auf ihren Aufritt. Die zahlreichen Kinder hinter der Absperrung waren dagegen deutlich wuseliger. Sie freuten sich auf ein spannendes Abenteuer. Die Pferdesportgemeinschaft Niederdorf hatte am gestrigen Sonntag zum "Tag der offenen Stalltür" geladen. Dabei war es möglich, die Pferdeboxen und Zubehör für die Pflege der Tiere zu besichtigen. Außerdem konnten Ponys und Großpferde geritten werden. Zum zweiten Mal beteiligt sich der Niederdorfer Verein am "Tag der offenen Stalltür", einer Aktion der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN.

Aufgeregt warteten die Mädchen bis sie an der Reihe waren und endlich aufs Pferd durften. "Jungs kommen leider nur ganz selten einmal zu den regelmäßig durchgeführten Schnupperstunden", sagt Vereinsmitglied Michaela Püschel.


Zuerst demonstrierten fortgeschrittene Reiterinnen auf Großpferden den Ablauf einer Reitstunde und was nach vielen Übungsstunden möglich ist. Doch bevor dieses Niveau erreicht ist bedarf es eines regelmäßigen Trainings. "Das ist ganz wichtig. Kommen die Kinder nur ab und zu, fängt man immer wieder von vorne an. Erst einmal lernen alle Anfänger die Grundbegriffe auf den Ponys. Ungefähr in der 5. Klasse erfolgt üblicherweise der Wechsel zu den Großpferden", erklärt Annalena Schleier.

Die Studentin begann mit sieben Jahren zu reiten. Seitdem ist sie im Verein aktiv. Reitlehrerin Sabine Neubert zeigte den Mädchen gestern Übungen auf den Ponys, mit denen sie selbstsicher werden. Während ein paar langsamer Runden bekamen die Kinder ein Gefühl für Bewegungen und sie probierten das Ausbalancieren. Nach und nach wurden die Übungen schwieriger. Arme nach oben, zur Seite, den Körper nach vorne und hinten beugen - und schließlich der Trab. Die jungen Reiterinnen führten die Übungen, sehr zur Freude der Eltern und Großeltern, ohne Angst aus. "Es ist schon erstaunlich, was sich die Mädchen nach wenigen Minuten auf dem Pferd schon alles zutrauen. Ich glaube, als Oma hätte ich da mehr Angst als das Kind", meinte Besucherin Ellen Keller.

Die wohl jüngste Reiterin war Lucy. Die Zweijährige saß zum ersten Mal auf einem Pferd, führte mit Sweety die Reihe an und hatte sich sehr auf den Nachmittag im Reitstall gefreut. "Das war toll", verkündet sie am Ende auf dem Arm ihres Papas strahlend. "Am besten hat mir das Traben gefallen", erzählt Emily. Der fünfjährigen Lugauerin hat es auf Blacky so gut gefallen, dass sie am liebsten öfter reiten möchte.

Die Möglichkeit dazu gibt es in der Pferdesportgemeinschaft Niederdorf. Unter dem Motto "Rauf aufs Pferd und rein in den Verein" findet von Dienstag bis Freitag am Nachmittag Reitunterricht mit Ponys und Großpferden statt.

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