Knackt die dritte Auflage die Marke von 3000 Besuchern?

Das Homeward-Festival auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Niederwürschnitz ist mittlerweile fester Bestandteil des Sommers im Erzgebirge - das familiäre Miteinander wird immer beliebter.

Niederwürschnitz.

Die Bands stehen fest, die Workshops sind getaktet und die Absprache mit den Grundstücksbesitzern für das Event am übernächsten Wochenende läuft immer reibungsloser - nach zwei gelungenen Festivals bauen die ehrenamtlichen Veranstalter des Homeward-Festivals auf ihre Erfahrung. "Wir sind gut eingespielt, alles läuft routinierter", sagt Stephanie Mittelbach, die seit Tag 1 mit Herz und Seele dabei ist. "Die Beziehungen beruhen mittlerweile auf Vertrauen, sowohl zur Ziegelei als auch zu den Bauern."

Während das Organisatorische nahezu reibungslos läuft, haben sich die Veranstalter bis Februar mit anderen Dingen rund um das Festival beschäftigt: den zugrunde liegenden Werten. "Wir haben uns die Zeit genommen, unsere Werte genauer zu definieren und darüber nachzudenken, welche Philosophie hinter uns steht", so Stephanie Mittelbach. Dazu zählen unter anderem "no hate", was sich ausdrücklich gegen jegliche Art von Diskriminierung ausspricht, oder auch "Do it yourself", was bedeutet, dass man Dinge einfach selbst macht.


Abgesehen davon ist und bleibt das Homeward ein christlich geprägtes Festival, bei dem jeder willkommen sei, der die gemeinsamen Werte teilt. Und zwar unabhängig davon, welcher Religion oder Glaubensrichtung man angehört, wie Stephanie Mittelbach betont. "Wir wollen eine Gegenwart schaffen, für Dinge, die schön sind, und eine gemeinsame Wertebasis teilen. Das bedeutet nicht, dass es deswegen aufdringlicher wird". Stattdessen sorgen auch in diesem Jahr neben Musik-Acts von Indiepop bis zu Dub-step zahlreiche Workshops für ein entspanntes Festival in gewohnt familiärer Atmosphäre. Kräuterwandern, Yoga oder ein Haarschnitt unter freiem Himmel - beim Homeward ist nahezu alles möglich. Neu in diesem Jahr ist der Secret Garden für alle, die einfach mal ausspannen wollen. Auf der "Open Stage" haben kreative Kurzentschlossene die Möglichkeit, spontan Denkanstöße zu setzen.

Die Vielfalt des Festivals hat sich herumgesprochen und lockt immer mehr Gäste an. Während im ersten Jahr rund 1000 Besucher das Event erkundeten, waren es im Jahr darauf schon mehr als doppelt so viele. Wie viele werden es vom 18. bis 21. Juli? "Wir rechnen mit noch mehr Gästen. Damit haben wir auch einen höheren Mitarbeiterbedarf und da fehlen noch einige", sagt Stephanie Mittelbach. Sowohl im Gastrobereich als auch als Ordner oder jene, die Fahrten übernehmen können - wer die Philosophie des Festivals teilen kann und für ein freundliches Miteinander steht, kann sich gern bei den Organisatoren melden. Die Grundbesetzung des 35-köpfigen Teams ist über die Jahre nahezu gleichgeblieben, die Aktiven sind zwischen 18 bis 35 Jahren alt.

Wer als Helfer dabei sein will kann, sich übers Internet anmelden. www.homeward-festival.de/ unterstuetzung/mitarbeiteranmeldung

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