Knapp 4,7 Millionen Euro fließen 2019 in Bauprojekte

Die Räte von Lugau haben Haushaltssatzung und -plan ihr Okay gegeben. Dominiert wird das Finanzjahr, was die Investitionen betrifft, wiederum vom Umbau des Bahnhofsgebäudes.

Lugau.

Nachdem es bei der öffentlichen Auslegung des Haushaltsplanes für 2019 keinerlei Einwendungen oder Änderungsvorschläge gegeben hatte, hat das Papier nun auch das einstimmige Okay des Stadtrates. Wie Kämmerin Claudia Löffler auf der jüngsten Ratssitzung sagte, rechnet sie spätestens Anfang Februar mit der Bestätigung durch die Rechtsaufsicht, nach einer erneuten öffentlichen Auslegung wäre das Zahlenwerk dann in der dritten Märzwoche rechtswirksam.

Knapp 4,7 Millionen Euro will Lugau in diesem Jahr in Bauprojekte investieren - zuallererst steht da der weitere Umbau des Bahnhofsgebäudes. Am Ende wird von einer Investition in Höhe von knapp 3,9 Millionen Euro ausgegangen, auf dieses Jahr entfallen davon knapp 2,21 Millionen Euro. Der Eigenanteil von Lugau liegt 2019 bei 222.000 Euro, knapp 1,99 Millionen Euro kommen als Förderung vom Land. Größte Straßenbaumaßnahme ist der Ausbau der Jägerstraße für 431.000 Euro. Dank Landesfördermittel (334.000 Euro) und Nutzung investiver Schlüsselzuweisungen (73.000 Euro) liegt der kommunale Eigenanteil hier bei 24.000 Euro. Reichlich eine Million Euro sind für weitere Maßnahmen im Sanierungsgebiet "Grüne Stadtmitte" geplant. Der Landeszuschuss liegt hier bei 668.000 Euro, zudem werden Gelder aus dem sogenannten Vorsorgevermögen dafür genutzt. Dabei handelt es sich um eine Zweckzuweisung für Kommunen, die zur Förderung kommunaler Investitionen eingesetzt werden kann, erklärt Kämmerin Löffler. "Es wurde 2014 ausgezahlt und wurde als Sonderposten gebucht." 2015 und 2017 habe man einen Teil davon "ergebniswirksam auflösen", wie es im Finanzdeutsch heißt, also nutzen dürfen. 2019 können nun 53,012 Prozent - das bedeutet für Lugau 166.400Euro - aufgelöst werden, erklärt Löffler. "Das Geld werden wir im Bereich Stadtsanierung einsetzen."

Die Verschuldung der Stadt soll von 4,09 Millionen Euro am Jahresanfang auf 3,75 Millionen Euro zum 31. Dezember 2019 sinken. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt dann bei 466,23 Euro.

Der aktuelle Kassenkredit von 500.000 Euro ¨- er war im Oktober 2018 durch fehlende Zahlungseingänge von Fördermitteln notwendig geworden - soll am 18. Januar in voller Höhe getilgt werden.


Mit diesen Zahlen plant Lugau im Jahr 2019

Ergebnishaushalt: Ordentliche Erträge 11,455 Millionen Euro, ordentlichen Aufwendungen Ergebnishaushalt: 11,97 Millionen Euro. Saldo: rund -515.000 Euro.

Finanzhaushalt: Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 11,924 Millionen Euro, Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 11,456 Millionen Euro, Zahlungsmittelüberschuss: rund 469.000 Euro.

Kreditaufnahmen für Investitionen: keine. Höchstbetrag der Kassenkredite: 1 Million Euro. (vh)

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