Krankenhaus: 780 Impfdosen stehen zur Verfügung

Klinikleitung widerspricht Behauptung, dass Personal sich nicht impfen lässt

Stollberg.

In dieser Woche ist in den kommunalen Krankenhäusern der Krankenhaus-Gesundheitsholding Erzgebirge, zu der neben dem Kreiskrankenhaus Stollberg das Erzgebirgsklinikum Annaberg und das Klinikum Mittleres Erzgebirge in Zschopau und Olbernhau gehören, mit den Covid-19-Impfungen begonnen worden. Das hat Anne Faulmann auf Anfrage der "Freien Presse" mitgeteilt. Sie ist Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit am Stollberger Krankenhaus. Über die zentrale Verteilungsstelle am Klinikum Chemnitz seien den Kliniken im Erzgebirge rund 780 Impfdosen zur Verfügung gestellt worden, mit denen nun das Krankenhauspersonal in den einzelnen Häusern geimpft werden kann. Es werde dabei nach der vorgegebenen und zwischen den Häusern abgestimmten Priorisierung von medizinischem und auf Infektionsstationen tätigem Personal vorgegangen.

Die erste Charge des Impfstoffs sei restlos verplant und weitere interessierte Mitarbeiter könnten erst im Zuge der nächsten Lieferung geimpft werden, heißt es weiter. Dementsprechend sei die Impfbereitschaft in der Belegschaft als gut zu bezeichnen. "Besonders hervorzuheben ist die hohe Impfbereitschaft bei den Ärztinnen und Ärzten. Es ist zu beachten, dass aktuell, wie in allen Krankenhäusern der Region, die coronabedingte Erkrankungsrate des medizinischen Personals hoch ist. Betroffen ist vor allem das Pflegepersonal", sagt dazu Marcel Koch, neuer Geschäftsführer der Krankenhaus-Gesundheitsholding Erzgebirge. Erkrankte Mitarbeiter könnten derzeit noch nicht geimpft werden, so schreibt es die Impfrichtlinie vor. Dies werde zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, wenn weitere Impfdosen bereitgestellt werden können.

Die Geschäftsführung des Stollberger Krankenhauses reagiert mit ihrer Antwort auch auf eine Kurznachricht (Tweet) im sozialen Netzwerk Twitter. Man distanziere sich von der anonymen Behauptung im Tweet, dass sich vom Stollberger Personal kaum einer impfen lassen wolle. Dass die erste Impfstoff-Charge verplant sei, sei Beleg dafür.

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben des Robert-Koch-Institus vom Freitag im Landkreis zehn weitere Todesopfer gefordert (449 seit März). Es wurden 262 Neuinfektionen registriert, in Summe waren bisher 17.527 Menschen mit dem Virus infiziert. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt bei 311,7.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.