"Kretzschmars": Stadt will Grundstück kaufen

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Den alten Gasthof im Ortsteil Erlbach-Kirchberg gibt es schon lange nicht mehr. Erst stand er ungenutzt leer, später kam der Abriss. Nun aber könnte zumindest das Areal wieder dem Dorf zur Verfügung stehen.

Lugau/Erlbach-Kirchberg.

Es ist noch keine zehn Jahre her, da wollten Dorfbewohner und Ortschaftsrat den alten Gasthof "Kretzschmars" an der Dorfstraße 75 in Erlbach-Kirchberg wiederbeleben. Die Gaststätte sollte zu einer Art Genossenschaftsladen gemacht werden. Es gab Begehungen mit einer Lebensmittelkontrolleurin und dem Lugauer Bauamt. Letztendlich aber musste die Idee mangels Finanzierung zu den Akten gelegt werden. Gasthof samt Grundstück wechselten den Besitzer, später folgte der Abris des Gebäudes. Der neue Eigentümer wollte es als Bauland nutzen. Nun aber gibt es eine neue Entwicklung. Der Stadtrat von Lugau hat am Montagabend dem Vorhaben der Stadt zugestimmt, das Flurstück zu kaufen.

Der Plan: Es soll nicht nur der im Grundstück befindliche verrohrte Bach wieder an die Oberfläche geholt werden, es ist auch geplant, hier dringend notwendige Stellplätze für den gegenüberliegenden Kindergarten zu schaffen und Bänke aufzustellen. Wie kommt es zu dieser neuen Situation? Kurz gesagt: Weil der Gasthof abgerissen wurde, wurde laut Wassergesetz der Bestandsschutz für die Bachverrohrung aufgehoben, die einst eigens für den Gasthofbau erfolgt war. Wie Bürgermeister Thomas Weikert (Linke) außerdem sagte, sei es ohnehin im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung Ziel gewesen, den Bach offenzulegen. Beim Hochwasser 2013 habe man die Folgen der Verrohrung zu spüren bekommen. Die Unterhaltungspflicht für das Gewässer liegt bei der Stadt. Weil ein solches Vorhaben leichter zu realisieren ist, wenn nicht auf die Belange eines privaten Eigentümers Rücksicht genommen werden muss, und der Eigentümer auch Bereitschaft zum Verkauf signalisiert hat, soll dieser nun in die Wege geleitet werden. Voraussetzung sei allerdings ein positiver Förderbescheid für den Rückbau der Bachverrohrung zwecks Hochwasserschadensbeseitigung, sagte Weikert. Die Förderung liege bei 100Prozent und sei auch in Aussicht gestellt worden. "In den nächsten Tagen oder Wochen sollte der Bescheid kommen." Als Kaufpreis für das knapp 3000Quadratmeter große Areal wurden 5000 Euro festgelegt. Außerdem trägt die Stadt alle Kosten im Zusammenhang mit dem Grunderwerb.

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