Landrat ehrt Einsatzkräfte

In Markersbach wurden langjährige Feuerwehrleute und Katastrophenschützer geehrt. Die Ältesten sind seit 50 Jahren dabei.

Raschau-Markersbach/Burkhardtsdorf.

Wer sich einmal für die Feuerwehr entscheidet, kann in den meisten Fällen nicht mehr von ihr lassen. Wie eng Blauröcke mit ihren Wehren verbunden sind, hat sich am Freitagabend im Ferienhotel Markersbach gezeigt. Dort zeichnete Landrat Frank Vogel (CDU) langjährige Kameraden aus, die sich noch im aktiven Dienst befinden.

So wurden sieben Katastrophenschützer und Feuerwehrleute geehrt, die auf zehn Dienstjahre zurückschauen, 42 erhielten die Plakette für 25 Jahre im aktiven Einsatz, 28 Freiwillige können auf 40 Jahre verweisen.

Zehn weitere sind bereits seit 50 Jahren im aktiven Dienst. Dazu gehört auch Dietrich Tröger (68) aus Markersbach: "Einmal Wehr immer Wehr", sagt er. Sein Urgroßvater habe einst die Feuerwehr im Ort mitgegründet. Der Heizungs- und Sanitärmeister rückt bis heute im Einsatzfall mit aus. "Ich bin zwar nicht mehr direkt beim Löschen im Einsatz, aber ich bin mit dabei", sagt der 68-Jährige. Er geht davon aus, dass die jüngeren Kameraden gern vom Erfahrungsschatz der Älteren profitieren. Tröger war Gruppenführer, Ortswehrleiter und Gemeindewehrleiter: "Ich habe ein bissel Verantwortung abgegeben und damit den Nachwuchs in Verantwortung gebracht." Zu seinen großen Einsätzen in jüngster Zeit gehörten der Schneidmühlenbrand und der Scheunenbrand in Unterscheibe.

Jürgen Mai aus Burkhardtsdorf wurde überspitzt gesagt vom Brandstifter zum Feuerwehrmann. "Ich habe im Wald gekokelt. Dabei ist ein Oberflächenbrand entstanden, und ich wurde verdonnert, in die AG Brandschutzhelfer zu gehen", erzählt der heute 65-Jährige. Von der Arbeitsgemeinschaft ging es für ihn direkt zur Feuerwehr. "Meine beiden Kinder sind zwar nicht in meine Fußstapfen getreten, dafür machen aber meine Enkelkinder Anstalten."

Wolfgang Müller und Bernd Sieber aus Breitenbrunn wurde das Interesse an der Wehr quasi in die Wiege gelegt. Die Vorfahren der beiden waren auch schon aktiv. "Mein Vater war Chef für Ausbildung und Schulung. Er hat mich herangezogen", so der 67-jährige Müller. Obwohl sich technisch gesehen vieles verändert habe, sei die Grundtaktik doch ähnlich geblieben. "Es war früher wichtig, mit den Geräten zu arbeiten und es ist heute wichtig, immer wieder mit den Geräten zu arbeiten, um fit zu sein und zu wissen, wohin man greifen muss", sagt er.

Schwierig sei es heute mit den Einsätzen. "Die Kameraden müssen genau abwägen, wie lange sie etwa bei Nachteinsätzen dabei sind", sagt Müller. Gerade bei kleineren Betrieben sei eine Freistellung oder ein späterer Dienstbeginn schwierig. Bernd Sieber freut sich, dass das Interesse an der Feuerwehr wieder wachse: "Vor zehn Jahren sah es schlecht aus, jetzt geht es aufwärts im Kinder- und Jugendbereich."

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