Landwirte protestieren auch rund um Stollberg

Rund 50 Bauern mit ihren Maschinen waren am Freitag auch in der Region auf der Straße. Einige der Unterstützer sind keine Unbekannten.

Niederwürschnitz.

Parallel zu den Protesten der Landwirte unter anderem in Berlin und Dresden sind am Freitag auch in der Stollberger Region Bauern mit ihren Maschinen auf die Straße gegangen. Auf dem Parkplatz von Möbel Werner fand am Nachmittag eine Kundgebung mit rund 50 Maschinen statt, die im Anschluss durch Stollberg, Niederdorf und Niederwürschnitz fuhren und sich dann zum Spalier an der Autobahn aufstellten. Am Mittag hatten bereits Landwirte das Gespräch mit Verbrauchern auf dem Stollberger Markt und vor dem Edeka in Oelsnitz gesucht.

Organisiert hatte das unter anderem Landwirt Dominik Fritzsch. Der 38-Jährige hält in einem Offenstall in Niederdorf knapp 200 Kühe und Kälber und ist Chef der Erzeugergemeinschaft Erzgebirgisches Weiderind, in der sich 13 kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe für die Vermarktung ihrer zusammengetan haben. "Es muss uns gelingen, die Wertschätzung in der Bevölkerung für regionale Lebensmittel zu steigern", so Fritzsch. Dabei scheint jede Unterstützung willkommen zu sein. Die kam bei der Kundgebung auf dem Parkplatz unter anderem von Thomas Witte, der die Lautsprecheranlage für die kurze Rede von Dominik Fritzsch zur Verfügung stellte, und Arthur Österle, der die ankommenden Traktoren einwies. Der Niederdorfer Witte wird vom sächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Der Burkhardtsdorfer Österle war unter anderem Ordner bei den Demonstrationen der als rechtsextrem eingestufte Vereinigung Pro Chemnitz.

Die Bauern, die sich in der Bewegung Land schafft Verbindung gefunden haben, kritisieren die Politik unter anderem für die geplante Novellierung der Düngemittelverordnung, die einige Gebiete so hart treffe, dass ein Düngen kaum noch möglich sei und bestimmte Sorten wie Brotweizen nicht mehr angebaut werden können. Hinzu komme eine zunehmende Nachweispflicht, die die Bauern ans Büro fesseln würde. Auch das geplante Mercusor-Abkommen, das südamerikanischen Ländern den Zugang für Agrarprodukte auf dem europäischen Markt erleichtert, fürchten die Bauern.

28Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    2
    Krimitante81
    20.01.2020

    Lieber Dominik, ich ziehe meinen Hut vor Dir und kann nur sagen, bleib stark und laß Dich nicht von irgendwelchen medienmanipulierten Umweltschützern ärgern. Du hast viel Schweiß für Deinen Hof gelassen und schon zeitig hart gearbeitet.
    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!

    Wer selber schon einmal etwas angebaut hat, z.Bsp. einen Garten besitzt, wird in den letzten Jahren mitbekommen haben, dass es mit der Ernte gar nicht so einfach ist, ohne Dünger oder Schädlingsbekämpfungsmittel. Und ich versuche alles zu 100%Bio.

    Werter Herr cn3boj00....stell mal eine Bierschneckenfalle auf, und im nu hast Du alle Nachbarschnecken ebenso auf Deinem Grundstück. Über Männer hätte ich mich da wesentlich mehr gefreut:)
    Das ist ein Tipp der immerwieder von irgendwelchen Ökospinnern gegeben wird.
    Bei Ihnen habe ich auch den Eindruck(wie bei vielen Umweltfanatikern), dass Sie noch nie einen Spaten in der Hand hatten.
    Das gilt auch für die gute Distelblüte!
    Wenn Sie sagen, es wird nichts angebaut, was auf den Tisch kommt....
    Wissen Sie, dass bestimmte Gemüsesorten vom Grund her einen höheren Nitratgehalt haben? Diese aber auf dem freien Feld auch gerne von Tierchen gefressen werden und dem Wetter ausgesetzt sind(was sich ja tatsächlich nicht zum Vorteil für bestimmte Sorten entwickelt hat)?
    Demzufolge müßte man es mit Düngung unterstützen. Und weil es dem Bauern sofort an den Kragen geht, läßt er es vielleicht lieber. Es nützt auch nichts, wenn er die halbe Ernte nicht mehr verkaufen kann.
    Ich kann mir das zumindest so vorstellen!!!
    Ich säh doch nichts aus, und muß dann beim verrecken zu schauen, weil ich nicht düngen oder sprühen darf.
    Und ich weiß ja nicht, wo Sie hier rumgondeln, aber ich seh öfters Rinder auf Feldern und Wiesen hierzulande. Die Bauern können ja ihre Rinder gerne mal durch die Straßen treiben, damit sie jeder sieht und sich dann auch beschweren kann, wenn er zu spät auf Arbeit kommt. Im Allgäu ist das sicher leichter.
    Und was die Gülle betrifft.
    Früher, hab ich schon am Ortseingangsschild gewußt, dass ich endlich daheim bin, weil es nämlich im ländlichen Raum IMMER nach Scheiße gestunken hat. Entschuldigung, ich meinte Gülle!!! Die Bauern haben sehr wohl angefangen, einiges zu verbessern. Wer sich jetzt manchmal so aufregt, ist es einfach nicht mehr gewöhnt, oder ein Stadtkind, was einen auf Öko machen will und mal eben aufs Land zieht.
    Wenn Sie sich so für die Umwelt und das Insektensterben interessieren, dann beleuchten sie doch bitte erst einmal das Thema Oberflächenversiegelung. Es gibt da einen ganz tollen Forscher, ein sogenannter Hydrogeologe, der für die Stadt Berlin arbeitet. Leider steht er so gut wie alleine da, obwohl es schon bewiesen ist, dass sich der Erdboden und das Grundwasser drastisch erwärmt, z.Bsp. unter Städten und logischer Weise Industriegebieten. Eine höhere Bodentemperatur, stößt biologische und chemische Prozesse an. Das ist natürlich nicht Schuld am Insektensterben....NEIN!
    Schuld sind die Bauern. Alles Klar.
    Sie brauchen hier keinem die Welt erklären. Der Dominik hat Weiderinder......er hat bestimmt am allermeisten Schuld am Insektensterben:)

    MfG C.Peter

  • 6
    1
    Steuerzahler
    20.01.2020

    @cn3..: es wäre vielleicht ratsam, wenn Sie Ihre eigenen Kommentare nochmals lesen. Nicht ich, sondern Sie haben von den Traktoren gesprochen und die daran befindlichen Plakate thematisiert. Darauf habe ich Ihnen geantwortet, da Sie versuchten, damit die Proteste in die rechte Ecke zu verorten. Was soll also die Polemik?

  • 11
    1
    Weiderind
    20.01.2020

    Guten Morgen!
    Heute nur ganz kurz @cn3boj00 Sie stellen viele Behauptungen auf ,welche ehrlich diskutiert gehören .Aber leider geht das heute nicht ich betreibe nämlich eine der letzten regionalen Schlachtstätten und heute ist Montag=Schlachttag.Ich muss mich zu allererst um meine Tiere und Vermarktung kümmern .Mein Name ist übrigens Fritzsch ohne e und ihr echter Name war bitte?
    Unseren neuen Landwirtschaftsminister werden wir zeitnah einladen ,ich bin sehr gespannt ob er seinen Worten auch Taten folgen lässt eigentlich würde unsere EO voll in sein Anforderungsprofil passen schauen wir mal .

  • 4
    7
    cn3boj00
    19.01.2020

    @steuerzahler: soll ich meinen Beitrag eigentlich noch einmal wiederholen? Es geht doch darum, ob unsere deutsche Landwirtschaft nachhaltig ist oder nicht, und nicht um Traktoren?
    Also nochmal:
    1. Es ist bewiesen, dass die intensive Landwirtschaft hauptverantwortlich ist für das Insektensterben, den Rückgang der Vögel sowie die Zerstörung von Lebensräumen. Deshalb muss sich hier etwas ändern. Stimmen Sie dem zu oder ist das bloß Ideologie? Oder ist Ihnen das einfach bloß egal? Oder haben Sie gegenteilige Aussagen? Ich frage auch Herrn Fritzsche und die Roten. Vielleicht vorher dazu recherchieren, ich schreib hier keine Liste von Quellen hin. Das gilt auch für alle nachfolgenden Feststellungen. Wenn Sie dazu etwas zu sagen haben tun Sie es.
    2. Es ist bewiesen, dass die intensive Landwirtschaft hauptverantwortlich ist für die Anreicherung des Grundwassers mit Schadstoffen Die wasseraufbereitung wird dadurch immer schwieriger und teurer, doch bezahlen dürfen das die Wasserverbraucher, nicht die Verursacher. Die beklagen sich jetzt, dass die Gülleausbringung eingeschränkt werden soll. Wie soll die Lösung aussehen?
    3. Auf der Mehrzahl der Felder wird im ewigen Zyklus nur Viehfutter und Industrierohstoffe angebaut, nichts, was auf den Tisch kommt. Ausnahmen bestätigen die Regel, sind aber eben Ausnahmen.
    4. Eine angemessene Flächen von mindestens 10% der Ackerfläche für Blühstreifen sind weitgehend Fehlanzeige. Feldhecken und Ackerkräuter zwischen den Schlägen sind Ausnahmen.
    5. Der grün Minister hat einige Ideen geäußert, wie Stärkung der regionalen Vermarktung, Rückkehr von regionalen Schlachtbetrieben usw. - kann man alles nachlesen. Wie stehen Sie dazu, Herr Fritzsche? Und all die Roten?

    Ich finde es schade, dass sich die Diskussion um Traktoren dreht und nicht darum, wie unsere Landwirtschaft besser werden kann - oder ob sie tatsächlich nachhaltig ist wie Herr Fritzsche behauptet. Ich finde es auch schade, dass dieser sich weder zu den Themen öffentlich äußern will noch auf meine Einladung eingeht. Fehlen die Argumente?
    Ich möchte NOCH EINMAL klar stellen, dass ich nicht die Bauern pauschal verurteile. Weiderind finde ich gut. Ich kaufe z.B. im Supermarkt, wenn es möglich ist, Milch von Weidekühen, auch wenn die 20 ct mehr kostet. ich weiß nicht ob Sie, FreierBürger oder Steuerzahler, das auch tun. Ich wäre begeistert, wenn die Tiere statt im Massenstall wieder auf der Weide stünden (wie wir das von der Urlaubsidylle kennen) statt dass da Viehfutter industriell angebaut wird. Und ich weiß, das es auch die politischen Rahmenbedingungen sind die das verhindern. Andererseits frage ich mich warum im Allgäu geht, was hier nicht geht. Haben die andere Bedingungen? Sagen Sie es mir, Herr Fritzsche. Meine Einladung steht. Und ganz nebenbei - ich glaube immer noch nicht, dass es zur Diskussion Wehrmachtssprüche braucht.

  • 7
    2
    KTreppil
    19.01.2020

    Ich betreibe im Sommer ein klein wenig Gartenbau zum Eigenbedarf und selbst da muss ich mindestens Schneckenkorn einsetzen, mit Dünger klappt auch alles besser. Aus diesem Halbwissen (oder noch weniger als halb...) heraus, kann ich schon irgendwie nachvollziehen, dass die Landwirtschaft auf Chemie nicht verzichten kann. Zumindest wenn sie Gewinn erzielen will. Welches Unternehmen arbeitet nicht für den Gewinn? Nachhaltigkeit ist dabei manchmal schwierig in Einklang zu bringen. Dumpingpreise, die wir ja irgendwie auch gerne mögen, machen es auch nicht einfacher. Wie die geplanten neuen Verordnungen wo wirken, entzieht sich meiner Kenntnis von Ackerbau. Ich denke aber schon, dass die Bauern gute Gründe für ihre Proteste haben. Hier wäre mal der Journalist gefragt. Sachbezogene Recherche, statt Demonstranten auszuleuchten.

  • 5
    2
    Steuerzahler
    19.01.2020

    @cn3d..: Ich habe Sie sogar zitiert, also habe ich mich doch auf Ihre Äußerung bezogen. Eben weil die von der Sache offs. ablenken sollte! Aus welcher Ecke also kommt üblicherweise die Polemik?

  • 3
    1
    Nixnuzz
    19.01.2020

    @Weiderind: Danke für die Hintergrunds-Information! Fahrzeug-Frage: Welcher für Berlin: Da Berlin nicht mal eben um die Ecke liegt, würde ich den Universalschlepper 5 Jahre alt, 50km/h mit Klimaautomatik, wählen. 5-6 Stunden bei dem Wetter mit max. Geschwindigkeit auf dem Bock wäre wohl Arbeitsschutz- und Gesundheits-mäßig nicht Rentenversicherungs-geeignet. Beim 10km-Nachbarort würd ich bei direkter Strecke den Pflegeschlepper nehmen. Was Unterstützung zwecks Marketing-Konzept etc. angeht, kann ich zwar blauäugige Fragen stellen aber zur Sache handwerklich nix beitragen. Wünsche Ihnen für ihre eigenständige Verkaufsstrategie viel Erfolg.

  • 15
    0
    Weiderind
    19.01.2020

    @Nixnuzz

    Das ist schnell erklärt mit den Schlepper,
    Bsp. In meinem konkreten Fall:
    Wir haben 4 Schlepper am Hof welchen würden Sie wählen?

    1.Hofschlepper 9 Jahre alt 35 km/h ohne
    Klima ohne Federung
    2.Pflegeschlepper mit schmälerer
    Bereifung 18 Jahre alt 35 km/h ohne
    Federung
    3.Ackerschlepper 19 Jahre alt 40km/h
    ohne Federung
    4. Universalschlepper 5 Jahre alt 50km/h
    mit Klimaautomatik,Kabinen/Forderachs
    federung

    Welchen nehm ich da für Berlin?

    Und wenn ich nur 10 km um meinen Nachbarort fahre?

    Und ihr Anliegen zur Vermarktungsform , da Arbeiten wir dran wenn Sie konkretes Fachwissen oder freies Kapital zum Aufbau regionaler Vermarktungsformen beisteuern können sprechen Sie uns an wir sind für ehrliche Unterstützung dankbar.
    MfG

  • 5
    4
    Nixnuzz
    19.01.2020

    Ich hab da mal eine ketzerische Frage. Als die Großdemo vor wenigen Tagen in Berlin stattfand, hatte ich den Eindruck, das die gesamte bewegte Bauernschaft oder Lebensmittelgroßproduzenten mit einer Massenbelieferung einheitlicher Großtraktoren unterstützt worden war. Wenn ich die wenigen Bilder aus dieser Gegend hier ansehe, sind die benutzten 4-rädrigen Ackergäule vielleicht gerade nach der Wende in die Stallungen gelangt und müssen ihren Bio-Diesel noch durch tägliche Arbeit verdienen. Also wer hat in Berlin oder anderen Metropolen wirklich demonstriert? Wenn das Kleinbetriebe waren - wer hat soviel Zeit sich über etliche Kilometer von seiner Scholle soweit wegzubewegen? Wieviel Stunden konnten hier im Umland die Landwirte für die Demos abzweigen? Wieviel Arbeit blieb liegen? Ehrliche Arbeit muss mit ehrlichem Geld bezahlt werden. Wo sind die Märkte oder Genossenschaften zwecks Selbstvermarktung geblieben? Hätten die Großdemos ehrlicherseits nicht an die Zentralen der Handelsketten oder deren Eigentümern hingeführt werden müssen? Oder zur Zentrale des auch so einflussreichen Bauernverbandes?

  • 3
    13
    cn3boj00
    19.01.2020

    @Steuerzahler: warum nach Bayern schauen, ich spiele auf das obige Foto an. Und um bei der Sache zu bleiben: warum sagen Sie nichts zu dem was ich zur Sache geschrieben habe? Das gleiche gilt für FreieBürger, die statt sich mit dem Thema ernsthaft zu beschäftigen plumpe Polemik betreiben.
    @Herr Fritzsch, nein ich lade Sie ein mit mir hier über die Agrareinöde zu spazieren. Das haben auch schon Politiker gemacht, wie der umweltpolitische Sprecher der CDU. Da können Sie mir dann besser erläutern, wie ihre Nachhaltigkeit konkret aussieht, und sich das anschauen, wovon ich schreibe. Am besten wäre im Juni. Sie könnten natürlich auch öffentlich Stellung beziehen zu meinen Aussagen. Da wäre ich gespannt.

  • 10
    7
    FreierBürger
    19.01.2020

    @ Herrn Fritzsch:

    'Lasset uns am Alten, so es gut ist halten,
    doch auf alten Grund Neues wirken jede Stund!'
    (alter deutscher Spruch)

    So Sie für eine gute Sache eintreten, machen Sie einfach weiter
    und lassen sich nicht von den LINKEN ob im roten oder grünen Gewandt ist unerheblich und deren Protagonisten beeindrucken.

    Im übrigen können Sie jenen Fanatikern ihre Milch selbst erzeugen lassen,
    tatsächliche Arbeit hat noch nie jemanden geschadet.

    Vor Jahrzehnten lasen die Schüler in den Herbstferien noch Kartoffeln vom Feld,
    heute spielen sie mit ihrem Smartphone und meinen, damit über Wissen zu verfügen, dabei können die meisten noch nicht einmal ordentlich rechnen.

  • 10
    4
    Steuerzahler
    19.01.2020

    @cn3d...: „Stattdessen kommen markige Sprüche an Traktoren, teilweise im Wehrmachtsgeist, und leider muss man sich da schon fragen um welche Sache es dabei geht!“ sollten Sie dabei auf die Demo in Bayern anspielen, sollten Sie die Relationen beachten. Nach meinem Wissen waren es genau ZWEI Plakate, die in einer Vielzahl von Plakaten bemängelt wurden. Das zeigt, wie der Sachverhalt zur Meinungsmanipulation genutzt wird Und wie willfährig wieder einige auf diesen Zug aufspringen. Das wirkliche Anliegen wird dadurch natürlich verschleiert.

  • 13
    3
    Weiderind
    19.01.2020

    @cn3boj00

    Sie haben viele Fragen auf die wir
    gern mit ihnen nach Antworten suchen.
    Wir wollen Aufklären,Zusammenhänge erläutern und vermeintliches besseres Wissen diskutieren.
    Wir leben Nachhaltigkeit und stehen jetzt gemeinsam dafür ein das auch die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Ich lade Sie hiermit ein kommen Sie einfach zu einer Veranstaltung und sprechen Sie mit den Landwirten.

    Oder Sie vereinbaren einen Termin mit mir persönlich , ich bin mir sicher wir bekommen das hin.

    Wir bitten zu Tisch!

    LAND SCHAFFT VERBINDUNG

  • 5
    11
    cn3boj00
    18.01.2020

    Herr Fritzsch, wie ist es denn um erzgebirgisches Weiderind und ihren Hof bestellt? Müssen Sie tatsächlich um Ihre Existenz bangen? Oder ist es nur Strohfeuer, wie damals bei der Einführung des Mindestlohns, wo von einem Betriebesterben die Rede war? Was habe Sie persönlich für ein Problem damit, dass die Politik die Landwirtschaft nachhaltiger machen will? Es ist doch wissenschaftlich erwiesen, dass die intensive Landwirtschaft (die hierzulande das Bild bestimmt) hauptverantwortlich für Insektensterben und den damit einhergehenden Artenrückgang bei Vögeln und anderen in der offenen Landschaft lebenden Tierarten ist sowie für die Anreicherung des Grundwassers mit Schadstoffen. Demnächst dürften auch erste Forschungsergebnisse bekannt werden, das es um den Boden und die Bodenfauna nicht zum besten ist. Oder bestreiten Sie das? Ich sage nicht: die Bauern, ich sage die Landwirtschaft, und meine damit auch die Rahmenbedingungen, die dazu geführt haben, dass unsere Landwirtschaft heute in der Kritik steht.
    Doch hier beginnt das Problem: ohne die Einsicht, dass etwas geändert werden muss, ist wohl jede Diskussion zwecklos. Und diese Einsicht vermisse ich bisher. Stattdessen kommen markige Sprüche an Traktoren, teilweise im Wehrmachtsgeist, und leider muss man sich da schon fragen um welche Sache es dabei geht!
    Vermeintlich sachlich sind Sprüche wie "das Essen wächst nicht im Supermarkt!" Was wollt ihr damit sagen? Auf den 400 Hektar hinter meinem Garten wachsen seit fast 20 Jahren (vorher war es Weide- und Grünland) in gleichmäßiger Abfolge Winterweizen, Mais, Raps. Das esse ich nicht! Wo wächst der Roggen fürs Brot, die Kartoffeln, das Gemüse? Was da im Supermarkt wächst kommt nicht von meinen Bauern! Warum nicht? Weil wir's billig wollen? Das ist eine Unterstellung. Für die Preisschlachten der Handelsketten kann ich nichts. Ich kaufe Kohrener Milch und Drebacher Wurst - mehr Spielraum lässt mir der Handel nicht, und Selbstvermarktung ist bei ihren Bauern eher ein Fremdwort, die kämpfen lieber, wofür auch immer.
    Also: wofür sind Sie? Was wollen Sie? Ich lese immer nur, wogegen die Bauern sind, eigentlich gegen alles was mehr Nachhaltigkeit bedeutet. Das ist keine Basis. Der grüne Minister Günther hat einige interessante Ansätze angesprochen, vor allem zu mehr regionaler Ausrichtung. Mit den Bauern, nicht gegen sie. Aber ich glaube, bei Ihren "Kämpfern" ist grün eher ein rotes Tuch. Ich bin auf Ihrer Seite im Kampf gegen Freihandel mit Südamerika, gegen das Preisdiktat der Handelsriesen, aber jemand, der auf einer nichtbewirtschafteten Feuchtwiese seine Gülle ablässt und jede Blume am Wegesrand bekämpft ist nicht glaubwürdig.

  • 8
    3
    Steuerzahler
    18.01.2020

    Dieser Artikel widerspiegelt genau das mediale Verhaltensmuster, wie frühere öffentliche Proteste diskreditiert wurden. Was bitte schön ist an einer Audioanlage rechtsextrem und warum hat sie einen Makel, weil sie von jemandem ausgeliehen wird, der politisch rechts steht? Und warum darf eine solche Personen keinem Traktoristen zeigen, wohin er fahren kann? Ob man diese Personen leiden kann oder nicht, sie haben weder Betätigungs- noch Aufenthaltsverbot im genannten Zusammenhang. Dass die üblichen Verdächtigen als Helfershelfer auf diesen Zug aufspringen, das ist nicht verwunderlich und zu erwarten. Denn so kann eine sachliche Diskussion umgangen werden und die Nazikeule lässt sich einfacher schwingen als sachliche Argumente. Menschen wie Herr Fritzsch, die eine klare Meinung vertreten und einen Berufsstand mit dessen Intetessen präsentieren, sollten sich derartige ideologisierte Unterstellungen nicht annehmen und erst recht nicht von ihrem Standpunkt abbringen lassen. Man sollte sich ganz einfach die Interessen derjenigen anschauen, die eine solche Diskussion initiieren und wer bzw. welche Partei-(Stiftung oder Firma) der Geldgeber ist.

  • 10
    5
    KTreppil
    18.01.2020

    @Distelbl... Ich sehe im Inhalt dieses Artikels sehr wohl einen zumindest vagen Versuch die Proteste zu diskreditieren. Man sollte sich auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren, auch weil Außenstehende nicht alles an den Forderungen verstehen. Dass sollten Journalisten versuchen zu erklären und recherchieren, nicht auf Randereignisse stürzen. Auch bei linken Demos oder Protesten mischen sich gerne Krawallmacher und Randalierer darunter, da soll dann auch nicht gleich verallgemeinert werden.

  • 15
    6
    Dorpat
    18.01.2020

    Frau Distelblüte, Zitat: "...werden hier von Playern als Bühne für eigene Anliegen benutzt".

    Was für ein Unsinn! Sie waren doch mit Sicherheit gar nicht anwesend?

    Die Beiden, von denen hier die Rede ist, waren aber ganz einfach nur anwesend und Herr Österle hat in seiner Aufmerksamkeit, durch zwei oder drei Handzeichen geholfen, daß die verkehrstechnische Enge nicht eventuell zu Problemen führt!

    Es ist schon schlimm, daß so etwas zu einem Ereignis in der Presse gemacht wird. Das sagt aber alles.

    Und atmen dürfen die zwei Herren hoffentlich auch noch, Frau Distelblüte, ohne ihre Erlaubnis?

  • 16
    11
    OlafF
    18.01.2020

    @Herr Fritzsch, bleiben Sie gemeinsam stark und grenzen Sie, wenn es um die gemeinsame Sache geht, niemanden völlig aus. Wie Sie sehen, lauern die Ersatz-Diskutant*innen und Haltungs-Journalist*innen überall. Sie können nur gewinnen, wenn Sie weiterhin mit Fakten und sachlichen Argumenten überzeugen können. An Ersatzdiskussionen müssen Sie sich leider auch hier im Forum gewöhnen.

  • 18
    11
    franzudo2013
    18.01.2020

    Distelbluete, um dem Ungeist zu begegnen, sollte jeder bei sich selbst anfangen und sich selbst reflektieren. Was Sie hier betreiben, ist unredlich. Passt aber zu Leuten, die Fans von Bedford-Strohm sind.

  • 20
    12
    ralf66
    18.01.2020

    @Distelblüte, ohne rechts, ohne Nazis, ohne diesen ganzen Umständen drumherum können Sie gar nicht kommentieren, Ihnen würde doch regelrecht der Stoff zu den Kommentaren fehlen, wenn das Rechts plötzlich nicht mehr da wäre.

  • 10
    19
    Distelblüte
    18.01.2020

    @KTreppil: Das ist sicher nicht die Intention des Artikels. Aber die Bauernproteste, deren Anliegen wichtig und legitim sind, werden hier von Playern als Bühne für eigene Anliegen benutzt, um Aufmerksamkeit für sich selbst zu generieren.
    Daggen muss sich die Bewegung klar positionieren.

  • 18
    10
    KTreppil
    18.01.2020

    Vorsicht vor Vereinnahmung, damit die Proteste erfolgreich werden bzw. die notwendige Aufmerksamkeit erhalten. Da man nicht so recht abschätzen kann, wie weit diese Proteste gehen könnten, könnte man auch meinen, dass der Artikel ein Versuch ist, vorsichtshalber die Proteste etwas in die rechte Ecke zu schieben? Wer suchet der findet immer irgendwas....?

  • 22
    2
    Weiderind
    18.01.2020

    Gern kann Kritik auch direkt an mich herangetragen werden ich bin gerne bereit mich dem zu stellen.

    Dominik Fritzsch

  • 20
    5
    Weiderind
    18.01.2020

    Hallo nochmal,
    Unser Thema ist die Landwirtschaft und der ländliche Raum wie unten schon geschrieben,leider kann man sich die
    Besucher einer öffentlichen Veranstaltung
    nicht aussuchen. Im Rückblick betrachtet würde ich vielleicht trotzdem ein Paar Veränderungen in der Organisation einer solchen Veranstaltung vornehmen aber nochmal wir sind Landwirte und keine Medienexperten wir stehen für unsere gemeinsam Sache ein.
    Und "Kämpfen"sicherlich auch dafür ob man deswegen einen solchen Spruch und auch noch in der Schriftart präsentieren muss ?

    Dominik Fritzsch

  • 23
    13
    Dorpat
    18.01.2020

    Was sich hier abspielt, ist typisch für die Situation im Land: Jedem Protest einen "rechten Anstrich" geben, dann läßt sich dieser besser bekämpfen oder diffamieren. MdL Thomas Prantl und der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion waren auch vor Ort, aber diese waren für die Erwähnung durch Frau Neumann wahrscheinlich nicht polarisierend genug.
    Haltungsjournalismus nennt man das!

  • 15
    26
    Distelblüte
    18.01.2020

    Kleiner Nachtrag: Der Spruch, der oben am Frontfenster des Traktors hängt, wurde von der Wehrmacht verwendet. Nicht strafbar, aber er darf durchaus als deutliche Positionierung verstanden werden.
    Vielleicht möchte "Land schafft Verbindung" und Weiderind sich mit diesem Thema befassen, damit in Zukunft wieder das im Fokus steht, was wirklich wichtig ist: faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Wertschätzung der bäuerlichen Schwerstarbeit, Einklang vom Umweltschutz und moderner, zukunftsorientierter Landwirtschaft.

  • 13
    26
    Distelblüte
    17.01.2020

    Da hat sich Herr Fritzsch Helfer ausgewählt, die das Ansehen der Sache ernsthaft beschädigen. Sind Sie so opportunistisch, Herr Fritzsch, oder ist es Ihnen egal?
    Rechtsextreme haben auf einer Demo von "Land schafft Verbindung" nichts zu suchen.
    Wie einer Ihrer Kollegen, Sebastian Dickow, in Nürnberg bei gleichem Anlass sagte: "Diese Bagage hat hier nichts verloren."
    Quelle: https://twitter.com/ER_Bayern/status/1218175290058379264

  • 24
    4
    Weiderind
    17.01.2020

    Erstmal Spitze!
    Das Landwirtschaft und Ernährung wieder einen höheren Stellenwert in unseren Medien bekommt. Danke auch für die vielen objektiven Berichte über das was uns am Herzen liegt.
    Schade ist nur das irgendwie im obigen Beitrag etwas schief gelaufen ist.
    Land schafft Verbindung ist, war und wird auch in Zukunft immer nur für die Ziele der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes eintreten, und distanziert sich hiermit ausdrücklich von jeder politischen Strömung egal ob links, rechts oder liberal.
    Ich habe als Mitorganisator der obigen Veranstaltung die Verantwortung wahrgenommen, kurzfristig Armbanderolen mit der Aufschrift ORDNER sowie Beschallungstechnik zu organisieren.
    Dieser Aufgabe habe ich mich gestellt, ohne jegliche politische Ausrichtung!
    Es wurden auch nur Ordner aus meinem persönlichen Umfeld eingeteilt, ein Herr Österle ist mir bis dato nicht bekannt.
    Schade das wir jetzt in eine Ecke gestellt werden.
    Unser Name bleibt Programm LAND SCHAFFT VERBINDUNG

    gez. Dominik Fritzsch



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