Lateriser-Frontmann steht für zweite Band auf der Bühne

Der Lugauer Martin Fankhänel schlägt als neuer Gitarrist der Band Seven Steps To The Green Door ein neues musikalisches Kapitel auf. Dabei kann der 29-Jährige bis heute keine Noten lesen.

Lugau.

Seit diesem Jahr ist die Musik von Martin Fankhänel - bislang trat er vor allem als Gitarrist und Sänger der Band The Lateriser in Erscheinung - in einer neuen Konstellation zu erleben. Er ist der Band Seven Steps To The Green Door beigetreten. Die Gruppe tritt mittlerweile international auf und gehört dem Genre des Progressive Rock an. Ihr Stil zeichnet sich durch technisch anspruchsvolle Musik aus. Ein weiteres Merkmal der Band aus Westsachsen sind die Songs in Überlänge mit einer Dauer von bis zu 16 Minuten. Zu einem ihrer wichtigsten Auftritte gehört das "Night of the Prog"-Festival auf der Loreley.

Neben Gitarrist Martin Fankhänel sind zwei Sängerinnen, ein Sänger, ein Schlagzeuger, ein Bassist sowie ein Keyboarder in der Band vertreten. Die Gründungsmitglieder kommen aus Thalheim, Remse und Lichtenstein, die weiteren Bandmitglieder aus Chemnitz, Dresden und Hamburg.

Vor vier Jahren musste der vorherige Gitarrist Martin Schnella die Band aus privaten Gründen verlas-sen, woraufhin sie einen Nachfolger aus der Region suchten. Als Martin Fankhänel für eine Produktion im Studio von Marek Arnold, einem Gründungsmitglied der Band, war, kamen die beiden ins Gespräch. "Ich war begeistert von der technisch anspruchsvollen Musik und sah darin eine neue Herausforderung und die Möglichkeit, mich musikalisch weiterzuentwickeln", sagt Martin Fank-hänel. Marek Arnold schätzt an ihm, dass er "für die Musik brennt und die nötige Energie mitbringt".

Der verheiratete Vater einer Tochter ist bereits sehr früh durch seine Familie mit den Musikrichtungen Rock, Hardrock und Blues in Berührung gekommen. Er begann im Alter von elf Jahren aktiv Gitarre zu spielen. "Als ich das Album 'Stiff Upper Lip' von AC/DC hörte, wollte ich Gitarre lernen", erinnert sich der 29-Jährige an den Auslöser. Sein Bruder brachte ihm bei, alles selbst heraus zu hören und sich autodidakt anzueignen. "Ich kann keine Noten lesen oder schreiben - ich nutze mein Gehör für alles was ich mache", erklärt der Lugauer.

2009 trat er der im Jahr 2003 gegründeten Band The Lateriser bei und wurde fünf Jahre später zum Frontsänger. Gemeinsam veröffentlichten sie drei Studioalben und standen mit berühmten Musikern wie Ian Paice von Deep Purple oder Ten Years After auf der Bühne. Dazu kamen zahlreiche deutschlandweite Auftritte auf Festivals und in Clubs. 2018 arbeitete er mit bedeutenden Künstlern der Berliner Szene wie Buzz Dee Bauer von Knorkator zusammen. Im Rahmen der "Lübben City Blues Connection" spielte er auch im ausverkauften Kesselhaus Berlin. Trotz seines neuen Engagements soll es bei The Lateriser weitergehen, erklärt Fankhänel.

Mit Seven Steps To The Green Door steht als nächstes eine bun-desweite Clubtour in acht Städten an. Zudem plant die Band Auftritte auf Festivals in ganz Europa. Die Teilnahme am Festival "Two Days Prog+1" in Veruno in Italien steht bereits fest. 2021 möchten sie dann ein neues Album herausbringen. Die Band wurde 2004 gegründet und hat bisher fünf Alben veröffentlicht. Um ihre Songs so anspruchsvoll und vielseitig wie möglich zu gestalten, haben sie Musiker aus der ganzen Welt in ihre Lieder eingebunden. Dazu gehören Dan Mash und Luke Machin aus Großbritannien oder George Andrade und Steve Unruh aus den USA.


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