Limited Edition gehört zur Kulturellen Notlösung

Die einst freie Theatergruppe gehört jetzt zum etablierten Live-Musikverein. Vorteile versprechen sich beide Vereine.

Stollberg.

Es ist nicht unbedingt die logische Liaison, aber eine durchaus passende: Die jungen Theaterleute von Limited Edition haben sich dem etablierten Veranstaltungsverein Kulturelle Notlösung angeschlossen. Der Verein zeichnet verantwortlich für die Kulturveranstaltungen Kultursafari, Lindenfest und Rock-a-Lympics. Limited Edition wiederum nabelte sich einst vom Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) des Landkreises ab und suchte sein Glück fortan als freie Gruppe. Unterschlupf haben die aktuell rund 20 Aktiven im Schlachthof gefunden, wo die regelmäßigen Proben stattfinden und auch die Premiere des jüngsten Stücks geplant ist. "Der Schlachthofverein hat die Kulturelle Notlösung beim Rock-a-Lympics vormals unterstützt. So schließt sich das Dreieck", sagt Erik Scheibler, Koordinator von Limited Edition. Der Schlachthofverein sei für die Gruppe ebenso wenig eine Option gewesen, wie der neu gegründete Theaterverein Spielfreunde, dessen Akteure auch teilweise einst beim TPZ aktiv waren. Zur Kulturellen Notlösung ist die Gruppe über familiäre Verbindungen gekommen.

Dort haben die jungen Kreativen offene Türen eingerannt. "Es gab einen verzweifelten Brief der Jugendlichen an die Eltern", erinnert sich Ines Böhme von der Kulturellen Notlösung. "Wir waren sofort offen, den Jugendlichen organisatorisch zu helfen." Böhme ist selbst Elternteil eines Ensemblemitglieds, sodass bereits im elterlichen Umfeld einiges besprochen werden konnte.


Limited Edition firmiert fortan als eine Sparte innerhalb der Kulturellen Notlösung. Neben organisatorischer Unterstützung können sie dabei auch die Vorzüge eines eingetragenen Vereins in Anspruch nehmen, also beispielsweise Spendenquittungen ausstellen oder von Kulturförderung profitieren. "Wir werden es auch leichter haben, bei Festivals angenommen zu werden", schätzt Clara Kristen, eine der beiden Regisseurinnen. Auch finanziell bringt die Zugehörigkeit zu einem Verein eine gewisse Sicherheit. "Wir bleiben künstlerisch eigenständig und müssen eigene Einnahmen erzielen", betont Scheibler. Zudem müsse dem Verein gegenüber ein Finanzplan aufgezeigt werden. Im Gegenzug erwartet die Kulturelle Notlösung, dass sich die Jugendlichen bei den Veranstaltungen des Vereins einbringen. Das hat im vergangenen Jahr beim Lindenfest schon ganz gut geklappt. Da war die Unterstützung allerdings noch familiär begründet. Neben Hilfe beim Auf- und Abbau könnte die Theatergruppe auch das kulturelle Programm der Rock-a-Lympics bereichern. Es ist geplant, während der Umbaupausen auf einer kleinen Spielbühne Theatersport zu präsentieren. Das ist eine Spielart des Improvisationstheaters, bei dem das Publikum nachher den Sieger küren kann. "Es ist ein totaler Glücksfalls, dass die Kulturelle Notlösung uns ein Dach über dem Kopf gibt. Das gibt uns die Freiheit, uns künstlerisch zu entfalten", sagt Regisseurin Dilara Decker.

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