Litfaßsäule als Kreativobjekt

Weil sie weder schön sind noch genutzt werden, hat der Lugauer Stadtrat über eine künftige Nutzung der tristen Betonsäulen diskutiert. Eine Idee: Schüler könnten sie gestalten.

Lugau.

Ein paar Klebespuren zeugen davon, dass die Litfaßsäulen an der Chemnitzer Straße in Lugau wohl unlängst sogar von jemandem genutzt wurden. Ansonsten erfüllen aber beide ihren Zweck schon lange nicht mehr. Und: Zwar sind sie in keinem schlechten Zustand, aber ein Schmuckstück stellen sie auch nicht mehr dar. Deshalb haben es die Litfaßsäulen auch als Thema in die jüngste Ratssitzung geschafft. Stadträtin Annett Mildner (FWG) machte einen Vorschlag, wie aus den Säulen kreative Objekte werden könnten: Man sollte sie den Schulen zur Verfügung stellen. Vielleicht hätten die Schüler Interesse, sie zu gestalten. "Keine schlechte Idee", sagte Bürgermeister Thomas Weikert (Linke), der sich auch schon Gedanken gemacht hatte, wie die Anschlagsäulen optisch aufgewertet werden könnten. Er werde nun auf jeden Fall in der Ober- und der Grundschule nachfragen, ob es Interesse an einer Gestaltung durch Schüler gibt, erklärt er gegenüber "Freie Presse". Gegebenenfalls müsse zuvor aber noch der Putz ausgebessert werden.

Die Litfaßsäule wurde vor mehr als 160 Jahren vom Berliner Drucker Ernst Litfaß erfunden. Mittlerweile hat sie ihre Funktion als Anschlagsäule größtenteils verloren. Da die Säulen aber einen historischen Wert haben, wird eher über eine neue Nutzung als einen Abriss nachgedacht. So plant zum Beispiel Geyer, eine seiner Litfaßsäulen aufzupeppen: Sie soll ein Panoramabild, Sehenswürdigkeiten und das Stadtwappen von Geyer zeigen. (mit aho)

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