Lochgröße entscheidend für künftige Bewohner

Im Bürgerwald sind jetzt 20 Nistkästen angebracht worden. Fachliche Unterstützung bekam der Kreisjagdverband dabei von einem Ornithologen.

Stollberg.

Mitglieder des Kreisjagdverbandes Stollberg haben in dieser Woche im Bürgerwald in Stollberg 20 Nistkästen angebracht. Gebaut haben die Brutmöglichkeiten Patienten der Klinik für Psychiatrie am Klinikum Chemnitz im Rahmen einer Arbeitstherapie, der Auftrag dafür kam vom Kreisjagdverband.

Der erfahrene Hobby-Ornithologe Lothar Pfleger brachte sein Wissen bei der Standortsuche in das Projekt ein. Auch die Größe des Einflugloches hatte er festgelegt. "Wir haben zwei verschiedene Lochgrößen", erklärt Pfleger, der Mitglied im Verein Sächsischer Ornithologen ist und in der Fachgruppe Stollberg arbeitet. "Für die 28 Millimeter kommen kleine Meisenarten infrage, wie Tannenmeise, Haubenmeise und zum Teil auch die Blaumeise", erklärt er. Die 32-Millimeter-Öffnung sei hingegen unter anderem für Kohlmeisen und Kleiber geeignet. Die Kästen seien an Lichtungen so angeordnet, dass mit etwas Glück eventuell auch ein Grauschnäpper die Nistmöglichkeit annehme, sagt Pfleger.

Der Kreisjagdverband setzt das Projekt zur Habitat-Verbesserung der heimischen Vogelfauna und als unterstützende Maßnahme bei der Borkenkäferbekämpfung an, da manche Vögel wie der Specht den Käfer vertilgen.


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