Lugau beantragt Zuschuss für neuen Fußballplatz

Der Hartplatz ist kaputt, der Rasenplatz wetterbedingt nicht immer nutzbar - ein Kunstrasenplatz steht für die Kicker darum ganz oben auf der Agenda. Nun weckt die Stadt neue Hoffnungen.

Lugau.

Der Stadtrat von Lugau hat zugestimmt, dass die Stadt Fördermittel für den Bau eines Kunstrasenplatzes beantragt. Der steht schon einige Jahre ganz oben auf der Agenda der Kicker des Lugauer SC, war aber bisher an den Finanzen gescheitert.

Wie Bürgermeister Thomas Weikert auf der jüngsten Ratssitzung sagte, sei man jetzt auf ein Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Einrichtungen aufmerksam geworden, bei dem die Förderung 45 Prozent beträgt - immerhin 15 Prozent mehr, als aktuell der Fördersatz in der Sportstättenrichtlinie beträgt. Über diese hatte Lugau bereits im Jahr 2013 Zuschüsse beantragt, das Vorhaben aber in Abstimmung mit dem Fördermittelgeber Jahr um Jahr weitergeschoben, weil die Stadt die Eigenmittel "schlichtweg nicht aufbringen konnte", sagte Weikert. Damals hatte auch die Sanierung der Feuerwehr, die ebenfalls mit einem hohen Eigenanteil für die Kommune verbunden war, Vorrang.

Nun also ein neuer Anlauf mit höherem Zuschuss. Inzwischen geht die Stadt aber auch davon aus, dass der Kunstrasenplatz rund eine Million Euro kosten wird - 2013 rechnete sie noch mit 700.00 Euro.

In der November-Ratssitzung, so kündigte es Thomas Weikert an, werde der LSC-Vorstand sich und seine Ziele vor dem Stadtrat vorstellen und auch dessen Fragen beantworten. Eine auf der Ratssitzung war die nach den Folgekosten, also den Aufwendungen für die Pflege des Kunstrasens. Weikert will den Verein "dafür in die Pflicht nehmen", er geht aber davon aus, "dass sich der Vorstand diesbezüglich seiner Verantwortung bewusst ist". Bereits 2013, als Vertreter des Fußballvereins wegen des gleichen Themas schon einmal im Stadtrat vorstellig wurden, hatten diese beteuert, dass die Stadt sich nicht um die Folgekosten kümmern müsse. Stadrat Peter Mehner (Freie Wählergemeinschaft) weiß aus eigener Erfahrung, dass die Folgekosten überschaubar sind, "wenn der Verein mitzieht". Einig waren sich die Räte, dass ein Kunstrasenplatz helfen würde, Nachwuchs zu gewinnen. Denn gute Spieler suchten sich ringsherum um Lugau Vereine, wo es bereits Kunstrasenplätze gibt.

Bis Ende des Jahres, so kündigte Weikert an, wisse man, ob es mit den Fördermitteln aus dem Bundesprogramm klappt. Wenn nicht, könne man immer noch die Sportstättenförderung nutzen, bei der zudem ab 2019 ein erhöhter Fördersatz im Gespräch sei.

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