Lugauer SC ist Kunstrasenplatz einen Schritt näher

Der Stadtrat hat ein Bekenntnis für das Vorhaben abgelegt. Aber auch die Kicker warten nicht tatenlos auf die Erfüllung ihres jahrealten Wunsches.

Lugau.

Der Lugauer SC bemängelt den desolaten Zustand seiner Sportstätte schon viele Jahre und macht sich für einen Kunstrasenplatz stark. 2013 machte der Vorstand in einer Ratssitzung auf sein Problem aufmerksam. Die Stadt stand dem Vorhaben damals zwar generell aufgeschlossen gegenüber, Bürgermeister Thomas Weikert (Linke) gab aber unumwunden zu, dass man die geschätzt 450.000 Euro an Eigenmitteln nicht stemmen kann. Damals wurde das Geld benötigt, um für innerstädtische Vorhaben Fördermittel nutzen zu können. Am Montagabend nun wiederholte sich die Situation - aber nicht in allen Punkten.

Denn die Vertreter des LSC - der Vorstand hat inzwischen gewechselt - verließen den Ratssaal diesmal mit einem Bekenntnis: Der Stadtrat hatte beschlossen, die "Pauschale zur Stärkung des ländlichen Raums" - das sind 2018 bis 2020 insgesamt 210.000 Euro - komplett für die Rekonstruktion des Tennenplatzes zu einem Kunstrasenplatz einzuplanen. Damit sind zwar die Eigenmittel noch nicht abgesichert, aber Weikert bezeichnete den Beschluss als "Weg, um die nächsten Schritte setzen" zu können. Zumal die geschätzten Kosten von 670.000Euro im Jahr 2013 infolge der gestiegenen Baupreise auf 970.000Euro angewachsen sind. Perspektivisch gibt es allerdings auch die berechtigte Hoffnung, dass sich der Fördersatz für den Sportstättenbau auf 50 Prozent erhöht. Die bisherigen Berechnungen der Eigenmittel fußen noch auf 30Prozent. Mit dem Abschluss des Bahnhofsumbaus - dabei entsteht ein Domizil für die Ringer - sei es ab 2019/20 sicher auch wieder an anderer Stelle möglich, zu investieren, so Weikert. Bereits 2019 soll Geld für eine Baugrunduntersuchung eingeplant werden.

Die Sportler waren allerdings auch nicht mit leeren Händen in die Ratssitzung gekommen. LSC-Chef Thomas Straube berichtete von bereits realisierten Eigenleistungen, wie dem Abriss des alten Kassenhauses, und geplanten - wie dem Bau eines Zaunes. Und er versprach, dass die Sportler den Kunstrasen selbst pflegen werden.

Rund die Hälfte der 118 Vereinsmitglieder sind Nachwuchsspieler. Es könnten mehr sein, sagte LSC-Mitglied Kay Hertel. Aber etwa ab der D-Jugend, das sind die Elf- bis 13-Jährigen, suchen sich viele andere Vereine - die mit Kunstrasenplätzen bessere Bedingungen haben.

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