Manko: Hinweise auf Steinkohlenweg fehlen

Radfahrer müssen die Beschilderung suchen, wenn sie die Hauptrouten auf den von vier Kommunen verbindenden Weg fahren. Das wird nun geändert.

Lugau.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Steinkohlenweg haben sich Jens Habermann von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge (WFE) ins Boot geholt, um bei der Ausschilderung des einst von ihnen geschaffenen Rundwegs auch für Radfahrer voranzukommen. Dabei geht es einerseits um eine dem sächsischen Radverkehrskonzept entsprechende Beschilderung und andererseits auch darum, auf Radhauptrouten wie dem Würschnitztalradweg auf den Steinkohlenweg hinzuweisen.

Denn, so Hohndorfs Bürgermeister Matthias Groschwitz: "Es gibt keinerlei Beschilderung, um die Leute von einer Hauptroute auf den Steinkohlenweg zu locken." Und das wolle man ja schließlich. Die Arbeitsgruppe war 2009 von den Bürgermeistern der Kommunen Oelsnitz, Lugau, Hohndorf und Gersdorf ins Leben gerufen worden, um das frühere Steinkohlerevier touristisch interessanter zu machen. Die Ausschilderung des Steinkohlenweges war das erste Projekt. Nun geht es darum, auch Radfahrern das Revier schmackhaft zu machen. Zwar hat die AG unter Federführung des inzwischen ebenfalls zur AG gehörenden Verkehrszentrums vor Jahren eine Beschilderung angebracht, aber die entspricht nicht den aktuellen Regeln. Und besagte Hinweise auf überregionalen Wegen fehlen.

Habermann will nun zunächst eine Grobkostenschätzung für ein Konzept vorlegen. Das haben er und die Arbeitsgruppenmitglieder in dieser Woche beschlossen. Jens Habermann hatte auf der Arbeitsgruppensitzung zunächst generelle Hinweise zur Ausschilderung von Radwegen gegeben und auch auf Fördermöglichkeiten hingewiesen. Erste Voraussetzung für Zuschüsse für Beschilderungen und Ertüchtigungen von Radwegen über die Richtlinie Kommunaler Straßenbau sei, dass der Weg im Kreiskonzept verankert ist, sagte er. Dieser wichtige Punkt ist beim Steinkohlenweg erfüllt. Was Zuarbeiten für einen Förderantrag an das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) - wie die Erfassung des Istzustandes und eine Beschilderungsplanung - betrifft, bot er die Hilfe der Wirtschaftsförderung an. Den Förderantrag müssten dann die Kommunen stellen.

Gersdorfs Bürgermeister Erik Seidel erkundigte sich, inwieweit sich Probleme für die WFE ergeben könnten, weil der Radweg in Gersdorf den Erzgebirgskreis verlässt. Fürs Konzept sei das unproblematisch, sagte Habermann, was spätere Förderanträge betreffe, müssten die Zuständigkeiten dann aber beachtet werden. Eine weitere Möglichkeit, zu Fördermitteln zu kommen, die Habermann ansprach, ist das Dorfentwicklungsprogramm Leader.

Lugaus Bürgermeister Thomas Weikert regte an, im Konzept für die Beschilderung auch mögliche Ausbaubereiche anzugeben, die bei einer Vor-Ort-Begehung gleich mit erfasst werden könnten.

Noch offen ist im Moment, wie die Gemeinde Niederwürschnitz in den Steinkohlenweg eingebunden wird. Niederwürschnitz gehörte zwar zum Lugau-Oelsnitzer Revier, ist aber erst seit diesem Jahr Mitglied in der Arbeitsgruppe.

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