Mauerbau soll Burkhardtsdorf schützen

Für den Hochwasserfall entsteht ein 3,2 Kilometer langes Bauwerk entlang des Zwönitzflusses. Dadurch verschärft sich die Situation an anderer Stelle.

Burkhardtsdorf.

Auf ein neuerliches Hochwasser mit überfluteten Kellern und verschlammten Grundstücken können die Anrainer der Zwönitz in Burkhardtsdorf sicher verzichten. Da der Fluss in der Gemeinde als Gewässer 1. Kategorie geführt wird, fällt der Hochwasserschutz in die Zuständigkeit der Landestalsperrenverwaltung (LTV). Deren Konzept sieht links- und rechtsufrig Mauern entlang der Zwönitz vor. Geplant ist der Neubau oder die Erhöhung der bestehenden Wände auf einer Strecke von 3,2 Kilometern. Aufgeteilt ist das Vorhaben in drei Bauabschnitte.

Der erste Abschnitt ist laut Informationen der LTV auf rund 350 Metern von der Becherstraße bis zur Brücke B 95 geplant. Der Baubeginn ist für September dieses Jahres vorgesehen. Gebaut wird voraussichtlich bis Ende 2019. Die Landestalsperrenverwaltung kalkuliert mit Kosten in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro für diesen ersten Bauabschnitt. Weitere Abschnitte folgen gestaffelt bis 2021. Ende 2022 soll der Mauerbau zu Burkhardtsdorf abgeschlossen sein.

Insgesamt investiert die Landestalsperrenverwaltung rund 20 Millionen Euro in diese Maßnahme. Die Mauer sollen Anwohner, Infrastruktur sowie Gewerbe- und Kleingewerbeobjekte vor einem statistisch alle 25 Jahre vorkommenden Hochwasser (HQ 25) schützen.

Während der Arbeiten werden sich die Anwohner auf Unannehmlichkeiten einstellen müssen. "Es sind zum Teil Umverlegungen von Leitungen notwendig", sagt LTV-Pressesprecherin Britta Andreas. "Auch werden halbseitige Straßensperrungen mit Ampelschaltung notwendig." Das alles ist mit den Anwohnern bei Ortsterminen und Informationsveranstaltungen abgestimmt worden. Auch die Gemeinde Burkhardtsdorf und die örtliche freiwillige Feuerwehr sind in die Planungen eingebunden gewesen. Es gab eine dauerhafte Abstimmung sowie Beratungen, Ortstermine und Zuarbeiten seitens der Gemeinde.

Die Kommune hat ihre Hochwasserschadensbeseitigungen abgeschlossen, beziehungsweise ausstehende Maßnahmen, wie die Brücke Ahnerweg, mit der LTV abgestimmt. "Da wird es keine Probleme geben", sagt Fachbereichsleiter Jörg Spiller, der allerdings nicht rundum glücklich ist.

Auf ihn kommen als Gemeindewehrleiter von Burkhardtsdorf bei künftigen Hochwasserfällen besondere Herausforderungen zu. Zwar sollte die Zwönitz nach Abschluss der Arbeiten nicht mehr so schnell über die Ufer treten. Doch die sogenannte Binnenentwässerung fällt dann in seinen Aufgabenbereich. Oberflächenwasser und solches aus Kanälen, das nicht mehr in die Zwönitz abfließen kann, muss die Wasserwehr der Feuerwehr beseitigen. Wie das praktikabel und angemessen schnell geschehen kann, muss noch gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung ausgearbeitet werden.

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