Mehr Anträge als Plätze: Schulen müssen auswählen

Wer kann rein? Wer muss es anderswo probieren? Einige Schulleiter müssen bald entscheiden, welche Kandidaten für die neuen 5. Klassen abgelehnt werden. Doch nicht alle Einrichtungen sind voll.

Stollberg.

Die Anmeldezahlen für die künftigen 5. Klassen im Altkreis liegen vor. Zwar sind die Angaben vorläufig, doch schon jetzt ist klar: Nicht alle Mädchen und Jungen werden dort lernen können, wo sie gerne wollen. Denn an einigen Schulen gab es mehr Anträge als freie Plätze.

Ungewöhnlich viele Anfragen verzeichnete etwa die Evangelische Oberschule Burkhardtsdorf: 114 Anmeldungen wurden gezählt. Woher der große Andrang? "Berechtigte Frage", sagt Schulleiter Jakob Jonscher. "Ich weiß es nicht." In den vergangenen Jahren hätten sich jeweils um die 75 Schüler angemeldet. Etwa so viele wurden dann auch aufgenommen. Weil die Kapazität im nächsten Jahrgang ähnlich groß ist, muss die Schulleitung etliche Mädchen und Jungen ablehnen. Jonscher sagt, er will eine faire Auswahl treffen. Vorrang haben demnach Burkhardtsdorfer und Schüler, deren Geschwister bereits in der Einrichtung lernen. Der Rest werde per Losverfahren bestimmt.

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Auch das Evangelische Schulzentrum Leukersdorf hat mehr Anmeldungen als freie Plätze registriert. Von 82 Kandidaten werden laut Marcel Kunze, dem stellvertretenden Schulleiter, 76 genommen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Situation jedoch entschärft. Damals bildete die Schule erstmals einen Oberschulzweig, und es gab über 90 Anmeldungen. Nach Einschätzung von Kunze ist die Umstrukturierung gelungen. "Wir freuen uns, dass wir die Oberschule haben", sagt er. Das Evangelische Schulzentrum feiert 2019 das zehnjährige Jubiläum. Ein Termin für ein Fest steht noch nicht fest.

An der Saxony International School in Niederwürschnitz werden drei fünfte Klassen mit je 22 Schülern gebildet, wobei zwei Klassen zur Oberschule gehören. "Hier sind einige wenige Plätze frei, die aber erfahrungsgemäß noch belegt werden", sagt Petra Herwig, die Schulleiterin. Bis zum 23. Mai haben Schulen Zeit, den Eltern mitzuteilen, ob ihre Kinder aufgenommen werden. "Dadurch kommt es im Juni immer zu Nachfragen", sagt Herwig. Die Gymnasialklasse ist nach jetzigem Stand bereits voll.

Relativ stabil sind die Anmeldezahlen an den öffentlichen Gymnasien. Nach Angaben der Bildungsagentur in Chemnitz wollen 86 Schüler am Stollberger Carl-Bach-Gymnasium lernen (Vorjahr: 81). Am Zwönitzer Matthes-Enderlein-Gymnasium gingen 84 Anträge ein (Vorjahr: 82).

Unter den öffentlichen Oberschulen stellte die Lugauer Einrichtung am Steegenwald den größten Zuwachs fest. Hatten sich im vergangenen Jahr 29 Schüler angemeldet, so waren es diesem Jahr 48, also 19 mehr. Nicht ganz so groß war der Sprung in Oelsnitz (von 64 auf 73), in Thalheim (von 26 auf 34) und in Zwönitz (von 51 auf 64). An der Stollberger Altstadtschule sank die Anzahl der Anmeldungen leicht von 50 auf 45.

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