Meilenstein bei derzeit größter Investition des Landkreises

Es geht voran. Im Bergbaumuseum Oelsnitz ist der Grundstein für den Ergänzungsbau gelegt worden. Auf ein anderes Projekt blickt man zurück.

Oelsnitz.

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Bergbaumuseum Oelsnitz schreiten voran. Mittlerweile ist man soweit, dass am gestrigen Freitag der Grundstein für den Ergänzungsbau zwischen Maschinenhaus und Umformhalle gelegt werden konnte. Hinterlegt wurde auch eine Bodenhülse mit verschiedenen "Zeitzeugen", darunter eine aktuelle Tageszeitung, Münzen, Flyer zur Sächsischen Landesausstellung und eine Speicherkarte mit einer Fotodokumentation zum Museumszustand im Jahr 2019, also dem Zeitraum, bevor die Sanierungsarbeiten begonnen haben. "Der Neubau ist ein ganz wichtiger Bestandteil bei der Museumserschließung", sagt Museumsleiter Jan Färber. Andreas Stark, der Beigeordnete des Landrates spricht gar von einem Meilenstein bei der derzeit größten Investition des Landkreises.

Seit Mitte Oktober laufen die Rohbauarbeiten für das neue Treppenhaus mit angrenzendem Gebäudeteil, die Bodenplatte ist betoniert, auch an den Kellerwänden wird gearbeitet. Im November hat man die Fassadenbereiche von Lohnschalterhalle, Lampenstube und Umformer eingerüstet. Mit der Fassadensanierung ist begonnen worden. Ein Großteil der Fläche ist in einem relativ guten Zustand, doch bei der Freilegung eines Risses ist als Ursache dessen eine eingemauerte Stahlstütze entdeckt worden. Ziel ist es, das Bergbaumuseum im Jahr 2023 wiederzueröffnen und dann mit der neuen Dauerausstellung starten zu können.

Auf ein anderes Projekt im Bergbaumuseum blickt man indes bereits zurück: die Sächsische Landesausstellung. Pandemiebedingt nur wenige Wochen geöffnet sein konnte und aktuell zurück gebaut wird, habe viele Impulse geliefert, sagt Jan Färber: "Die Landesausstellung war für uns ein wichtiger Meilenstein, weil wir erstmals das Thema Sächsischer Steinkohlenbergbau und die Bedeutung hinsichtlich der Entwicklung der sächsischen Wirtschaft aufgegriffen haben. Es war möglich, einen Abriss über die 800-jährige Geschichte zu präsentieren. Das hat in der Fachwelt den Fokus auf das Thema Steinkohlenbergbau geschärft und uns hat es extrem vorangebracht auch für die Planung der neuen Dauerausstellung, an der wir ab Januar weiterarbeiten werden."

Was die Kosten für das Bauprojekt angeht, so hat man für die angezeigte Steigerung auf 22,9 Millionen Euro die förderrechtliche Zustimmung erhalten. Es werden 100 Prozent der förderfähigen Kosten vom Freistaat übernommen. Wie Matthias Meyer, Projektleiter beim Landratsamt erklärt, deuten die bisherigen Ausschreibungsergebnisse und anfallende Nachträge auf eine Kostensteigerung hin. Wie sich das Ganze auf das Gesamtbudget auswirkt, könne man erst nach den Ausschreibungen für den zweiten Bauabschnitt abschätzen. Die Ursache für die unbefriedigenden Ausschreibungsergebnisse sieht Meyer weiterhin im mangelnden Wettbewerb und den enormen Baupreissteigerungen in den letzten beiden Jahren.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.