Mit der modernen Ausstattung sollen frische Ideen Einzug halten

Das neue Pestalozzi-Haus ist Meinersdorfs ganzer Stolz. In einer losen Serie stellt "Freie Presse" die künftigen Nutzer vor. Heute: die Bibliothek.

Meinersdorf.

Die Kartons sind ausgepackt und die großen Regale der neu eingerichteten Bibliothek mit Büchern gut gefüllt. Der lichtdurchflutete Raum mit den großen Fenstern und den farbenfrohen Sitzmöbel im Erdgeschoss des neuen Vereinshauses Meinersdorf laden schon auf den ersten Blick zum Verweilen ein - kein Vergleich zu dem bisherigen Domizil im ehemaligen Rathaus. "Doch wir sind dankbar, dass es seit 1945 eine Bibliothek in Meinersdorf gibt und dass diese auf Initiative von Ortsvorsteherin Christine Radke nun mit in das Pestalozzihaus einziehen darf", sagt Daniela Böttger, die Leiterin der Bibliotheken Meinersdorf und Burkhardtsdorf.

Mit Fördermitteln finanzierte, komplett neue Regale aus hellem Holz und gemütliche Schmöckerecken lockern den etwa 100 Quadratmeter großen Raum optisch auf. An den Wänden hängen Plakate und besondere Grafiken. Mit Unterstützung des Geschichts- und Kulturvereines Burkhardtsdorf hat Daniela Böttger an nostalgischen Maschinen zum Charakter der Einrichtung passende, individuelle Drucke anfertigen lassen. Mit dabei ihr Lieblingsspruch "Lesen ist wie Kino im Kopf".

12.000 Bücher aus dem Bestand der Bibliothek stehen inzwischen geordnet in den Regalen. Die Literatur ist nach den Bereichen Belletristik, Kriminalromane, Sach- und Fachliteratur aus Geschichte, Kunst, Naturwissenschaften oder Hauswirtschaft geordnet sowie nach Altersgruppen - Kinder und Jugendliteratur- gegliedert.

Wichtig ist dem Team aus vier engagierten Mitarbeiterinnen, dass neben einer modernen Ausstattung auch neue Ideen frischen Wind in die Bibliotheksarbeit bringen. "Wir haben derzeit rund 80 aktive Leser. Ich denke, manche Leute wissen vielleicht gar nicht, dass es im Ort eine Bibliothek gibt. Wir wünschen uns, dass auch mehr Familien die Angebote nutzen", sagt Daniela Böttger. So soll durch Lesungen oder Besuche von Gruppen ein Kennenlernen erleichtert werden. Auch für Jugendliche sind Veranstaltungen denkbar. "Wir sehen uns durchaus als Begegnungsstätte für verschiedene Generationen. Aber das muss alles wachsen und sich entwickeln", so Daniela Böttger.

Das Ausleihen der Bücher bleibt auch weiterhin kostenlos. Beibehalten wird zudem die Tradition des "Mitnahmekoffers". Die darin befindlichen Bücher können kostenlos mit nach Hause genommen und behalten werden. Durch attraktivere Öffnungszeiten sollen mehr Literatur-Interessenten die Möglichkeit bekommen die Bibliothek zu nutzen. Ausgebaut wird zudem die Vernetzung mit der Bibliothek Burkhardtsdorf. Durch einen zentralen Katalog kann jederzeit auf die 30.000 Medien, neben Büchern auch auf DVDs, Spiele oder Hörbücher der Nachbargemeinde zugegriffen werden. Zeitnah sind die Bestellungen dann in Meinersdorf zur Abholung bereit. "Gefragt sind zur Zeit historische Romane, regional bezogene Krimis, Biografien und bei den Kindern besonders Fantasie- oder Pferdegeschichten", sagt Bibliotheksmitarbeiterin Iris Höbelt.

Alle Beiträge der Serie über das Pestalozzi-Haus von Meinersdorf lesen Sie unter im Internet unter:

www.freiepresse.de/pestalozzi


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