Mitten in der Flut musste Wehr einen Brand löschen

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Ehemaliger Leiter der Auer Feuerwehr erinnert sich an Dauereinsatz

Aue.

Seit über 50 Jahren ist Wolfgang Müller bei der Freiwilligen Feuerwehr. Unzählige Einsätze hat der 68-Jährige in Aue erlebt. Doch die Jahrhundertflut ist immer noch präsent, als wären die dramatischen Ereignisse erst gestern gewesen. Dabei ging alles ganz harmlos los. "Am Sonntag, den 11. August, trafen sich die Löschzüge 1 und 2 aus Aue und Alberode zu einem Gruppenfoto auf der Schulbrücke", erinnert er sich. An diesem Nachmittag begann der Regen, der eine ganze Region ins Chaos stürzte. "Der erste Notruf ging am Montag, 6.30 Uhr, ein. Auf dem Eichert war ein Garagenkomplex voll Wasser gelaufen und aus den Schleusen drückte es die Gullydeckel nach oben", erklärte Müller, der damals der Auer Wehrleiter war. Danach ging es Schlag auf Schlag. "Die Bürger meldeten, dass ihre Keller vollgelaufen sind." Am Morgen schien es noch, als wäre es ein normaler Einsatz. Das änderte sich, als die Zschorlauer Straße überflutet wurde und die Feuerwehrleute eine Frau retten mussten, die mit ihrem Auto in den Fluten liegen geblieben war. Zudem trat das Schwarzwasser auch noch an der Nickelhütte über die Ufer. Über 30 Stunden kämpften er und seine Kameraden im Dauereinsatz. "Die Wehren waren auf sich allein gestellt, denn die umliegenden Orte waren auch vom Hochwasser betroffen." Sogar einen Wohnungsbrand musste man in der Nähe des überfluteten Zschorlauer Baches noch löschen. Der schlimmste Moment war für den einstigen Wehrleiter in der Nacht zum 13. August, gegen 1 Uhr. Es regnete immer noch und die Talsperre Eibenstock konnte das Wasser nicht mehr aufnehmen. Erst am Morgen atmeten die Feuerwehrleute etwas auf. "Endlich hatte es aufgehört zu regnen, das war wunderbar", so Müller. (tjm)

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