Neben Tristesse auch Raum für Hoffnung

Die Hohndorfer Lutherkirche zeigt ab Sonntag eine Ausstellung mit Werken von Isolde Roßner.

Hohndorf.

Isolde Roßner aus Hohenstein-Ernstthal ist durch ihre Arbeit mit vielen Kirchen unserer Region eng verbunden. Sie hat Bleiglasfenster und Metallskulpturen, Glockeninschriften und Lesepulte entworfen. Ihre aktuelle Ausstellung unter dem Titel "Leben - Sterben - Tod - Auferstehung" in der Lutherkirche zeigt einige dieser baugebundenen Arbeiten, daneben aber sehr persönliche Werke der 1946 in Lichtenstein geborenen Künstlerin.

Besonders berührend sind drei Arbeiten, in denen Isolde Roßner den Tod ihrer vor 35 Jahren verstorbenen Mutter verarbeitet hat. "Ich habe sie in den letzten Wochen gepflegt. In dieser Zeit sind vier Handzeichnungen entstanden." Eine dieser alten Arbeiten ist in der Ausstellung zu sehen, daneben zwei neuere Arbeiten in denen Roßner diese Zeichnung als Monotypie und Holzschnitt umgesetzt hat. "Die Arbeit daran hat mich noch einmal so berührt, dass ich nicht mehr weitermachen konnte."

Insgesamt gelingt es der Ausstellung jedoch, neben der Tristesse auch dere Hoffnung Raum zu geben. So wird das Leben mit Portraits von Menschen aller Lebensphasen dargestellt. Dem Tode nähert sich Isolde Roßner durch das Motiv des Kreuzes, wobei einige der Zeichnungen als Metallgestaltungen in Kirchen gedacht oder schon umgesetzt sind. Interessant ist die Verschiedenartigkeit der Techniken, mit denen die Künstlerin ihren Arbeiten die jeweils adäquate Stimmung verleiht. Von der Bleistiftzeichnung, über Kohle, Aquarell bis zur Rohrfederzeichnung mit Tusche reicht die Palette. Diese Vielfalt spiegelt auch die berufliche Vielfalt von Isolde Roßner wider. Nach dem Studium in Berlin hatte sie zunächst zwei Jahre für den Zoologen und Direktor des Tierparks Berlin, Professor Heinrich Dathe, gearbeitet. Danach hat sie etwa 20 Jahre Bücher für Berliner Verlage illustriert. Erst danach hat sich Isolde Roßner der baugebundenen Kunst zugewendet und unter anderem die Bleiglasfenster für die Niederwürschnitzer Friedhofshalle, das Neuwürschnitzer Gemeindehaus und die Lutherkirche Lichtenstein entworfen.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember in der Lutherkirche Hohndorf zu sehen. Geöffnet ist am 17. November, 1. und 8. Dezember jeweils von 9.30 bis 12 Uhr, am 20. November von 14.30 bis 15.30 Uhr, am 24. November von 9.30 bis 12 und 14.30 bis 15.30 und am 15. Dezember von 8.30 bis 10 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten können sich Interessenten im Pfarramt melden.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...