Neue Kulturstätte hat sich etabliert

Die Stiftung Tholm hat im ersten Jahr ihres Bestehens mit einem Veranstaltungsmix von Infonachmittagen bis zu Ausstellungen insgesamt 2200 Besucher angelockt. Für Sylvia Schlicke ist das nicht das Ende der Fahnenstange.

Thalheim.

Die neue Kulturstätte an der Friedrichstraße 1a hat sich im ersten Jahr ihres Bestehens schon weitgehend zu dem gemausert, was sich Stiftungsvorstand Martin Schweitzer erhofft hatte: Es ist ein Treffpunkt für Thalheimer geworden, und ein Ort, an dem Thalheimer sich präsentieren können. Mit der ersten Ausstellung im neuen Jahr bietet das Haus sodann einem Thalheimer Hobbymaler die Möglichkeit, seine Kunst zu zeigen.

"Es wird Zeit, dass Wolfgang Ulbig seine Bilder hier zeigen kann. Er hatte uns schon angesprochen, ehe wir das Haus überhaupt eröffnet hatten", sagt Organisatorin Sylvia Schlicke. Etwa 30 vor allem großformatige Arbeiten werden ab Sonntag unter dem Titel "Unbekanntes in/aus Thalheim" gezeigt. Wolfgang Ulbig: "Hier kann man zeigen, dass sich Leute mit Kunst oder Volkskunst beschäftigen. Der Thalheimer an sich ist ja nicht gewohnt, mit Kunst konfrontiert zu werden." Für die Ausstellung hat er Acryl- und Aquarellmalerei, aber auch Collagen und Assemblagen ausgesucht. Einen breiten Raum nehmen seine Objektdrucke ein, bei denen Ulbig besondere Effekte durch das Auftragen der Farbe mit flachen Gegenständen von Plastik und Holz bis zu Linoleum und Verpackungsmaterial erzielt. "Was andere auf den Müll werfen, das nehme ich, um Kunst daraus zu machen."

Im vergangenen Jahr wurden bei vier Schauen insgesamt 800 Ausstellungsbesucher gezählt. Auch 2020 sind vier Ausstellungen geplant. Auf Wolfgang Ulbig folgt ab 8. März "Faszination Wasser & Farbe" mit Aquarellen von Maria Köster (Thalheim). Nach der Sommerpause zeigt Klaus Fischer (Meinersdorf) seine Arbeiten. "Er hat einst hier in der Friedrichstraße 1a gewohnt", verrät Sylvia Schlicke. Zum Jahresende soll es dann noch eine Weihnachtsausstellung geben.

Doch die Schauen sind nur ein kleiner Teil der Aktivitäten. Besonderer Besuchermagnet sind die Infonachmittage, deren Themen vor allem ältere Thalheimer ansprechen. Der monatliche Offene Kreativtreff macht mit Handarbeits- und Basteltechniken, aber auch mit künstlerischen Ausdrucksformen vertraut.

So sind in diesem Jahr Aktzeichnen und die Beschäftigung mit Holzmosaiken geplant. Auch Lesenachmittage und Veranstaltungen zur Stadthistorie finden regelmäßig statt. "Was mir bislang noch fehlt, sind musikalische Darbietungen", sagt Sylvia Schlicke: "Im vergangenen Jahr hatten wir 2200 Besucher. Besonders bei den Angeboten für Kinder ist noch Luft nach oben. Ich könnte mir künftig zum Beispiel Veranstaltungen nach dem Motto 'Oma liest vor' oder 'Opa erzählt von früher' vorstellen." Leute, die bei so etwas mitmachen möchten, sind gern gesehen.


Weitere Veranstaltungen

Am Sonntag, 15.30 Uhr wird die Ausstellung "Unbekanntes in/aus Thalheim" mit Arbeiten von Wolfgang Ulbig eröffnet. Zu sehen ist sie bis 23. Februar, jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung (unter Ruf 03721-2690787).

Am 29. Januar, ab 18.30 Uhr liest Anett Steiner aus ihrem Erzgebirgskrimi "Splitternacht".

Am 3. Februar, um 14.30 Uhr findet ein Infonachmittag mit Frank Ulbricht zum Thema Patientenverfügung & Co. statt.

Der offene Kreativtreff wird jeweils am zweiten Mittwoch im Monat von

17 bis 19 Uhr veranstaltet, das nächste Mal am 12. Februar. (czd)

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