Neues Gelenauer Leitsystem dient auch der Parkplatzsuche

Mithilfe von Hinweistafeln sollen sich Besucher des Ortes schneller zurechtfinden. Das Projekt ist aber genauso auch an Einheimische gerichtet.

Gelenau.

So mancher Gelenauer hat sich vielleicht schon verwundert die Augen gerieben. "Fußweg zum Volkshaus acht Minuten" steht auf einem kürzlich errichteten Schild geschrieben, das sich eigentlich direkt vor dem sanierten Veranstaltungssaal befindet. Nur über die Straße gehen - und schon ist man da. Um ein Versehen handelt es sich bei der Angabe auf dieser Hinweistafel allerdings nicht, wie Bürgermeister Knut Schreiter betont. Stattdessen verweist er auf weitere Angaben auf der Tafel. Mit einem Parkplatz-Symbol und einem großen roten Pfeil versehen, steht dort groß "Festplatz" geschrieben. Der Ort, zu dem das Hinweisschild führen soll und an dem der achtminütige Fußmarsch zum Volkshaus beginnen würde. Schließlich sei die Tafel Teil eines neuen Leitsystems für Besucher - und Einheimische.

"Wir wollen in erster Linie Fremden zeigen, wo sie am besten parken sollten und wie weit es von dort zu den Sehenswürdigkeiten und wichtigen Einrichtungen im Ort ist", erklärt Schreiter. Nicht nur das Volkshaus werde dabei erwähnt, sondern beispielsweise auch die Freizeiteinrichtungen am Kegelsberg und das Rathaus. In den vergangenen Monaten seien deshalb 20 Schilder neu installiert worden. "Alle in einem einheitlichen Design, das es schon seit zwei Jahren gibt", wie Nancy Müller aus dem Kulturamt der Gemeinde erklärt. So prägen die Farben grün, rot und weiß seither den Internet-Auftritt der Gemeinde. Nun wurden auch die Hinweistafeln dementsprechend gestaltet. Bei den Kosten von bislang 2000 Euro werde es nicht bleiben, denn das Leitsystem soll noch erweitert werden. Wurden bislang vor allem die Bereiche Volkshaus, Kegelsberg und Festplatz erschlossen, sollen Besucher künftig auch besser zum Kino, zum Depot Pohl-Ströher, zum Marionettentheater, zur Schmetterlingswiese und zu anderen Einrichtungen finden können. "Die Schilder sollen sich durch den ganzen Ort ziehen", blickt Nancy Müller voraus.

In erster Linie sei das Projekt für Gäste gedacht, die sich in Gelenau nicht auskennen. Genauso sollen die Hinweistafeln aber auch Bürger des Ortes auf bestehende Parkregeln aufmerksam machen. "Das Ganze dient auch dem Parkplatzmanagement", sagt dazu Knut Schreiter, der diese Maßnahme nicht umsonst vorantreibt. Dass sich längst nicht jeder an die Vorgaben der Kommune hält, zeige das Beispiel Volkshaus. Der dortige Parkplatz reiche bei Veranstaltungen für Besucher oft nicht aus, was vor allem daran liege, dass auch Bewohner aus der näheren Umgebung dort ihre Autos abstellen. "Auf dem Parkplatz am ehemaligen Plusmarkt ist das aber illegal", betont der Bürgermeister, der sich auch schon über Fahrzeuge geärgert hat, die auf Fußwegen und an Hängen für längere Zeit geparkt wurden. Um Abhilfe zu schaffen, seien von der Gelenauer Wohnungsgesellschaft an der Ernst-Thälmann-Straße 20 neue Stellplätze geschaffen worden, die Anwohner mieten können. Schreiter zufolge werde das Ordnungsamt künftig häufiger kontrollieren. Dazu beitragen, dass Anwohner künftig legale Parkplätze nutzen, sollen aber auch die Schilder. Jedenfalls wissen Betrachter am Volkshaus nun schon einmal, dass sie nach dem Abstellen ihres Wagens auf dem Festplatz etwa acht Minuten zurück laufen müssten.

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