Neues Schuljahr startet mit teils alten Problemen

Am Montag beginnt auch in der hiesigen Region für mehr als 600 Kinder ein neuer Lebensabschnitt - sie werden eingeschult. Lehrer werden allerdings auch weiterhin gesucht.

Stollberg.

609 Mädchen und Jungen im Altkreis feiern am Samstag ihren Schulanfang. 522 besuchen eine der 15 staatlichen Grundschulen, 87 wurden in einer der vier privaten Einrichtungen - den Montessorischulen in Erlbach-Kirchberg und Thalheim, der International Primary School in Stollberg sowie der Evangelischen Grundschule in Hormersdorf - angemeldet.

Die meisten Abc-Schützen zählt die Stollberger Dürer-Grundschule mit 71 Erstklässlern, erklärt Lutz Steinert, Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung (Lasub). Mit 59 Anmeldungen folgt die Grundschule in Thalheim, dann die Goethe-Grundschule in Oelsnitz mit 49. Für lediglich vier Kinder beginnt die Schulzeit an der Montessorigrundschule in Thalheim. Das sei aber kein Problem, erklärt Betreiber Karl Stocker, da altersgemischt unterrichtet wird, es also keine erste Klasse gibt. Dass es nur so wenige Schulanfänger gibt, sei dem Umzug der Schule von Adorf nach Thalheim geschuldet, normal seien 15 Kinder.


Noch nicht konkret benennen kann Lutz Steinert, wie viele Lehrer gegebenenfalls an den Schulen fehlen, um ohne Unterrichtsausfall planen zu können. Nach wie vor gebe es im Bereich Grundschulen offene Stellen, aber die Situation entspanne sich langsam, sagte er. Außerdem stelle man auch im laufenden Schuljahr noch Lehrer ein.

Aber wie groß war der Ausfall an den Grundschulen infolge Lehrermangel? Laut Statistik des Kultusministeriums hatte die Burkhardtsdorfer Grundschule im ersten Halbjahr des vergangenen Schuljahres mit 2,6 Prozent den höchsten planmäßigen Unterrichtsausfall - das heißt, infolge fehlender Lehrer oder Räume. Mit 2,3 Prozent folgt die Grundschule Neukirchen. Aber auch an Schulen mit ausreichend Lehrern mussten teilweise Stunden gestrichen werden - weil es massiv Ausfälle durch Erkrankungen gab. Das war beispielsweise in Hohndorf (5,9 Prozent) oder der Pufendorf-Grundschule Zwönitz (5,5) der Fall. An den privaten Grundschulen gab es keinerlei Unterrichtsausfall aufgrund fehlender Lehrer, heißt es unisono von den Schulleitungen.

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