Nicht nur an der Löcherwand gefordert

Die heimische Natur hat im Mittelpunkt einer Ferienveranstaltung im Kultur- und Freizeitzentrum Lugau gestanden. Wissen war genauso gefragt wie Geschicklichkeit.

Lugau.

Die Aufgabe ist schwierig. Doch wer es schafft, dem ist der Beifall der Gruppe sicher. Und das spornt an. Die Herausforderung: Eine Kastanie in einem Holzstück muss an zwei Seilen über eine 1,80 Meter hohe, mit Löchern versehene Holzwand unfallfrei, das heißt ohne dass die Kastanie herunterfällt, nach oben manövriert werden.

Die Kastanienwand war eine von acht anspruchsvollen Stationen bei der Ferienaktion rund um das Thema Herbst am Donnerstag im Kultur- und Freizeitzentrum (KFZ) in Lugau. Das eigentlich vorgesehene Programm "Auf Spurensuche im Steegenwald" musste kurzerhand in das Gelände des Freizeitzentrums verlegt werden. "Der Wald ist durch Holzbruch und Aufräumarbeiten für die Kinder derzeit nicht sicher begehbar", erklärt Michael Thümmler, Mitarbeiter im KFZ.

Bei Schatzsuche, Tierspurenerkennen, Blätterigel basteln, beim Balancieren, Zielwerfen mit Zapfen, Kartoffelsackhüpfen oder Bestimmen von Bäumen, Früchten, Blättern hatten die 70 Mädchen und Jungen aus drei Schulhorten sowie die zahlreichen Besucherkinder, die mit Eltern und Großeltern gekommen waren, trotzdem viel Spaß.

Jedes der acht Teams kämpfte an den Stationen um eine möglichst hohe Punktzahl. Es um Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Wissen. Die zehnjährige Fiona Wagner und ihr zwei Jahre jüngeren Bruder Noah durften sich zuerst an der Kastanienwand versuchen. "Das Spiel kenne ich schon aus dem Hort, wir verwenden allerdings Murmeln dafür", erzählt der achtjährige Schüler aus Bremen. Mit Mutter Claudia, die hier geboren und aufgewachsen ist, sowie Fiona und dem dreijährigen Bruder Bastian verbringt der Schüler der fünften Klasse einen Teil der Ferien bei den Großeltern in Hohndorf. Und während sich die eine Gruppe beim Jonglieren der Kastanie an der Löcherwand abmühte, suchte ein anderes Team Kastanien in einem großen Blätterhaufen.

Schülerinnen und Schüler aus dem Hort der Grundschule Brünlos waren eifrig dabei, Igel aus gesammelten getrockneten Blättern von Ebereschen und Ahornbäumen zu basteln. Ein vorgefertigtes Modell gab es zwar als Anregung, aber jedes Kind hatte auch seine eigene Vorstellung. Während die Igel der Jungs eher mit wenig Blättern bestückt waren, ist bei den Mädchen von der Pappvorlage kaum noch was zu sehen gewesen. Wer erkennt Reh, Feldhase, Eichhörnchen, Fuchs, Dachs oder Wildschwein an ihren Fußspuren? Das war an Stand von Michael Thümmler gefragt. Insgesamt 15 Spuren mussten den vorgegebenen einheimischen Tieren zugeordnet werden. "Manches hatten wir zwar schon im Sachkundeunterricht, aber es war trotzdem ziemlich schwer", sagt die zehnjährige Hanna aus Lugau.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...