Oelsnitz profitiert von defensiven Planungen

Weniger Einnahmen bei Gewerbesteuer als ursprünglich geplant

Oelsnitz.

Die Stadt Oelsnitz erwartet, dass zum Jahresende weniger Gewerbesteuern in die Stadtkasse geflossen sein werden als im Nachtragshaushalt geplant worden war. Statt von drei Millionen Euro - wie ursprünglich kalkuliert - geht Kämmerin Antje Lohse nun noch von 2,4 Millionen aus. Das teilte sie in der jüngsten Sitzung dem Stadtrat in ihrem Halbjahresbericht mit. Sie stütze sich dabei auf Zahlen mit Stand vom 30. Juni. Grund für den geringeren Erlös seien Rückzahlungen, die an Firmen geleistet werden müssten. Allerdings könne diese zu erwartende Mindereinnahme durch Mehreinnahmen beim kommunalen Anteil der Einkommens- und Umsatzsteuer kompensiert werden.

Der Schuldenstand der Stadt Oelsnitz wird sich durch ordentliche Tilgungen von annähernd 577.000 Euro bis zum Jahresende auf etwas mehr als acht Millionen Euro reduzieren. Antje Lohse geht somit von einer Pro-Kopf-Verschuldung von 732,20 Euro zum Jahresende aus. Damit bleibt Oelsnitz unter dem sächsischen Richtwert von 850 Euro pro Einwohner. "Die rückläufige Entwicklung unserer Pro-Kopf-Verschuldung ist zu loben", sagte Manfred Plobner (SPD) am Ende des Berichts. "Ich danke der Kämmerei, dass sie unsere Finanzen zusammenhält."

Bürgermeister Bernd Birkigt schloss sich den lobenden Worten seines Vorredners an und betonte, dass die Stadt gut damit fahre, die Planansätze im Haushalt eher zurückhaltend zu gestalten. Das zeigt sich auch am aktuellen Zahlenwerk. So kann Oelsnitz im Bereich "Finanzerträge - Zinsen, Erträge aus Beteiligungen" gut 100.000 Euro mehr erlösen als eingeplant waren. Lohse rechnet für 2019 mit Einnahmen von knapp 807.000 Euro. Kalkuliert worden war im Haushalt mit 702.000 Euro. "Zum Großteil sind das Dividendenausschüttungen aus unseren Beteiligungen", erklärt Antje Lohse.

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