Oelsnitzer Bürgermeister zwischen Bangen und Jubel

Chemnitz darf weiter auf den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025 hoffen. Einen Anteil daran hat Bernd Birkigt.

Chemnitz/Oelsnitz.

Kurz nach 14 Uhr war es am Donnerstag Gewissheit: Die Kulturregion Chemnitz hat es auf die Shortlist der Bewerberstädte für die Europäische Kulturhauptstadt 2025 geschafft. Das sorgte Jubel und Erleichterung; auch bei Bernd Birkigt. "30 Minuten vor der Bekanntgabe fing das Zittern an, das sich mehr und mehr steigerte. Als dann Chemnitz im vierten Briefumschlag steckte, war der Jubel groß", gibt Bernd Birkigt Einblick in seine Gefühlslage bei der Übertragung der Bekanntgabe des Jury- Ergebnisses im Chemnitzer Ratssaal.

Der Oelsnitzer Bürgermeister war Teil des zehnköpfigen Teams, das die Chemnitzer Bewerbung am Dienstag in Berlin präsentiert hatte. "Wir hatten eine wunderbare Präsentation", berichtet Birkigt. "Hartwig Albiro hat unter den Klängen von Kraftklub ein richtig schweres Marxkopf-Modell auf die Bühne geschleppt." Das habe eine zentrale Rolle bei der 25-minütigen Präsentation gespielt. Birkigt kam dabei die Rolle zu, die Region zu vertreten. "Die Herausforderung war, Feuer reinzubringen." Kein leichtes Unterfangen. Schließlich galt es in etwa zwei Minuten möglichst dynamisch zu skizzieren, was die 24 Kommunen entlang des Chemnitzer Modells einbringen können. "Ich habe unser Kulturhaus genannt, aber auch Festivals wie das Schlingel, das in die Region expandieren soll."

Das Präsentationsteam war bunt gemischt, was sich positiv auf die Dynamik der Präsentation ausgewirkt habe. "Die jungen Leute sind Europa noch mehr zugewandt als vielleicht manche älteren. Das haben sie gut rübergebracht", sagt Birkigt. Er denkt dabei an die positive Einstellung des Basketballers Malte Ziegenhagen, der auch Teil des Teams war. Der habe stets deutlich gemacht: "Na klar kommen wir weiter, wir sind die Besten." Das habe den Rest des Teams unheimlich gepusht. "Uns war klar: Entweder fallen wir mit der Strategie durch oder kommen richtig weit", sagt Birkigt.

Bei der Präsentation seien auch Schwächen zutage getreten: etwa wie genau die europäische Vernetzung aussehen oder die Öffentlichkeit begeistert werden kann. Doch bevor diese Punkte vertieft werden, sei erstmal Zeit für eine kleine Feier, wie Birkigt verrät.

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