Oelsnitzer Heimatverein nimmt den "Anker" wieder in Beschlag

Rund 233.000 Euro sind im vergangenen Jahr in das Oberoelsnitzer Vereinshaus "Zum Anker" geflossen. Der Saal ist damit wieder nutzbar. Offene Wünsche gibt es dennoch.

Oelsnitz.

Nach eineinhalb Jahren Komplettsperrung ist der Saal im Vereinshaus "Zum Anker" wieder seiner Nutzung übergeben worden. Der Saal war im Oktober 2014 gesperrt worden, nachdem 2013 im Zuge von Renovierungsarbeiten Schäden am Dachstuhl festgestellt worden waren. Die Zersetzung durch Holzwurmbefall war so weit fortgeschritten, dass die Standsicherheit nicht mehr gegeben war.

Nach einer provisorischen Sicherung wurde ab August 2016 das alte Dach abgerissen und ein neuer Dachstuhl errichtet. Außerdem waren im Bereich Brandschutz umfangreiche Investitionen gefordert worden. Wenige Restarbeiten wie der Einbau von Brandschutztüren sind in den nächsten Tagen geplant. Die Schlussrechnung ist noch nicht geschrieben, doch Jürgen Metzler, der Vorsitzende des Erzgebirgischen Heimatvereins Oberoelsnitz, versichert: "Das Budget wird eingehalten." Bei einen ersten Kostenschätzung war von Investitionen in Höhe von 384.000 Euro ausgegangen worden. Letztlich seien jedoch nur rund 233.000 Euro investiert worden.

Neben einer Zuwendung der Stadt in Höhe von 200.000 Euro hat der Verein einen Eigenanteil von 33.000 Euro und ungezählte freiwillige Arbeitseinsätze beigesteuert. Für Bürgermeister Bernd Birkigt ist damit die Schmerzgrenze erreicht: "In dieser Größenordnung ist die Zuwendung eine einmalige Sache. Das war eine Hilfe zur Selbsthilfe."

Alle Wünsche des Vereins sind mit dem jetzigen Bauabschluss jedoch nicht erfüllt. Metzler verweist dabei vor allem auf die noch nicht sanierte alte Gaststätte und die Sanitäranlagen. Mit Blick auf die insgesamt rund 70 Vereine der Stadt sieht Birkigt jedoch vor allem den Heimatverein selbst in der Pflicht: "Der Verein muss sich überlegen, wie er das schafft. Die Stadt kann da nur noch punktuell helfen."

Mit dem jetzigen Stand ist jedoch zumindest für den Oberoelsnitzer Carnevalsverein (OOCV) eine Durstrecke vorbei. In Ermangelung einer eigenen Spielstätte waren die rund 80 Vereinsmitglieder zuletzt in den Rathaussaal ausgewichen. Als erste Großveranstaltungen finden im neuen Saal heute und morgen jeweils ein Boogie-Weekend statt.

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