Premiere: Stollberg startet Filmnächte im Pionierpark

Drei Wochenenden, sechs Tage, sechs Filme: Die Große Kreisstadt macht im Spätsommer ein Angebot für Kinofreunde. Unterstützung gibt es vom Team des Kino Metropol in Chemnitz.

Stollberg.

Im September locken die Stollberger Filmnächte in den Pionierpark. An den ersten drei Wochenenden des Monats wird es jeweils Freitag und Samstag Freiluft-Kino geben. Den Veranstaltern schweben dabei lauschige Sommerabende mit Picknick-Atmosphäre vor. "Die Sehnsucht vieler Stollberger ist ein Schwimmbad und ein Kino. Das haben viele Umfragen gezeigt", erläutert Robin Halank aus der Kulturabteilung den Ausgangspunkt. "Für die Kinofreunde haben wir nun dieses Angebot organisiert."

Als Partner im Boot ist das Kino Metropol aus Chemnitz. Die Veranstaltung kann also durchaus als Vorgeschmack dessen verstanden werden, was die Kulturhauptstadt 2025 der Region bringen kann: eine engere Zusammenarbeit. Gezeigt werden sollen vornehmlich Filme älteren Datums: "Der Junge muss an die frische Luft" (2018), "The Peanut Butter Falcon" (2019), "La La Land" (2016), "Lindenberg! Mach dein Ding" (2020), "Vier Fäuste für ein Halleluja" (1971), "Besser Welt als nie" (2020). Welcher Streifen wann laufen wird, ist allerdings noch offen. Denn zu jedem Filmabend wird es ein passendes Vorprogramm geben. "Wir haben verschiedene örtliche Vereine und Gruppen angeschrieben und warten noch auf Rückmeldungen", sagt Viviane Gründig aus der Kulturabteilung der Stadt Stollberg.

Einlass zu den Filmnächten wird jeweils um 19 Uhr sein. Gegen 21 Uhr mit Einbruch der Dämmerung werden dann die Filme gezeigt. Zuvor gehört die Bühne den Vereinen. Der Eintritt wird pro Abend 9,50 Euro kosten - 8,50 Euro für den Film, ein Euro für das Rahmenprogramm. "Die Gäste sind eingeladen, Decken oder Campingstühle mitzubringen", sagt Viviane Gründig. Das solle helfen, das Picknick-Flair zu schaffen und die üblichen Corona-Einschränkungen zu gewährleisten. Die Veranstalter sorgen zudem für ein gastronomisches Angebot. "Es wird Süßes und Herzhaftes geben", sagt Gründig. Zudem wolle die Stadt Vereine gewinnen, die sich um den Getränkeverkauf kümmern. Das ist als Ausgleich für ausgefallene Veranstaltungen wie beispielsweise das Hexenfeuer gedacht. Für den ersten Termin haben bereits die Stollberger Fußballer zugesagt.

Karten für die Filmnächte sollten idealerweise im Internet gekauft werden, um Warteschlangen vor dem Eingang zu vermeiden. Zu diesem Zweck wird in den nächsten Tagen eine eigene Internetseite (www.stollberger-filmnaechte.de) freigeschaltet, auf der auch die Trailer zu den Filmen zu sehen sein werden. Für die Online-Tickets wird auf die Seite des Kino Metropol verlinkt. "Wir werden aber auch eine Abendkasse anbieten", verspricht Halank.

Die Filmnächte sind ein weiterer Baustein, um den Pionierpark als Freizeitareal im Umfeld von Skihang und Walkteich zu etablieren. Schon jetzt gibt es dort auch Freiluft-Yoga. Weitere Angebote sind laut Halank bereits in der Vorbereitung. In den vergangenen Jahren war der Pionierpark weniger auf dem Radar der Stadt Stollberg. Allerdings hatte der Niederwürschnitzer Verein "Kulturelle Notlösung" vor einigen Jahren nach längerer Pause das Musikfestival "Rock-a-Lympics" mit viel Engagement und Herzblut dort wiederbelebt und etabliert. Dieses Jahr musste es coronabedingt ausfallen.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.