Rat lehnt Vergleich mit Zweckverband einmütig ab

Der Regionale Zweckverband will bei einer Maßnahme in Auerbach die Kosten für das Los Wasserleitungsbau nicht komplett bezahlen. Jetzt wird abgewartet.

Auerbach.

Eine bereits im vorigen Jahr abgeschlossene Baumaßnahme - der Straßen- und Trinkwasserleitungsbau im Burkhardtsdorfer Weg - beschäftigt die Gemeinde Auerbach noch immer. Denn aktuell steht eine Forderung über reichlich 20.500 Euro ins Haus - gestellt vom Regionalen Zweckverband (RZV) Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau. Dieser Forderung will die Gemeinde aber nicht nachkommen. Einen daraufhin von der Verwaltung mit dem Zweckverband ausgehandelten Vergleich hat der Auerbacher Gemeinderat jetzt allerdings nahezu geschlossen abgelehnt. "Es stehen sich zwei unterschiedliche Meinungen gegenüber", fasste Fachbereichsleiter Jörg Spiller auf der jüngsten Ratssitzung die Situation zusammen. Was war passiert?

Die Gemeinde Auerbach und der RZV hatten im Vorfeld der geplanten Instandsetzung des Burkhardtsdorfer Wegs 2016 eine Vereinbarung abgeschlossen, in der es darum ging, den Straßen- und den Trinkwasserleitungsbau gemeinsam zu realisieren, erklärte Spiller. Die Gemeinde schrieb das rund 585.000 Euro teure Bauvorhaben daraufhin komplett aus und stellte dem RZV später dessen Anteil in Rechnung. Aber der sieht für sich offenbar einen Nachteil. Denn der Anbieter, der damals den Zuschlag erhielt, war zwar für die Gesamtmaßnahme der preiswerteste. Aber ausgerechnet in der Position Wasserleitungsbau war er rund 20.500 Euro brutto teurer als das Unternehmen, das insgesamt höhere Kosten veranschlagte und darum nicht zum Zuge kam. Diese 20.500 Euro möchte der RZV nun zurückhaben. Spiller räumte ein, dass es sich bei diesem Los um einen enormen Unterschied von mehr als 200 Prozent handelt. Allerdings hatte die Kommune bei der Vergabe keine Wahl, musste den wirtschaftlich günstigsten Anbieter für das von ihr ausgeschriebene Gesamtvorhaben nehmen.

Zwischenzeitlich hatten sich Auerbachs Bürgermeister Horst Kretzschmann und ein Vertreter der Geschäftsleitung des Zweckverbands auf ein Vergleichsangebot in Höhe von 17.850 Euro brutto geeinigt. Das hat der Gemeinderat nun aber abgelehnt.

Wie geht es weiter? Er habe den Regionalen Zweckverband über diese Ratsentscheidung informiert, nun müsse man abwarten, sagte Jörg Spiller gegenüber "Freie Presse". Die RZV-Geschäftsführung will indes derzeit keine Stellungnahme abgeben,wie sie in der Sache weiter vorgehen wird.

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