Rat vertagt Beschluss zu Mast für Mobilfunk

Bauherr soll Technischem Ausschuss von Auerbach Rede und Antwort stehen

Auerbach.

Der Gemeinderat von Auerbach hat den am Montagabend auf seiner Sitzung geplanten Beschluss zum Bauantrag für die Errichtung eines 40 Meter hohen Stahlgittermastes für Mobilfunkantennen vertagt. Der Tagesordnungspunkt soll nun in der nächsten Sitzung des Technischen Ausschusses behandelt und dazu ein Vertreter des Bauherrn, ein Münchener Unternehmen, eingeladen werden. Denn, so wurde am Montagabend deutlich: Vor der Entscheidung zum Bauantrag wollen die Räte noch einige Fragen zum Bauprojekt geklärt haben.

Grund war der Hinweis eines Auerbachers, der die Räte im Rahmen der Bürgerfragestunde am Anfang der Sitzung bat, bei dem angekündigten Tagesordnungspunkt zu dem Stahlgittermast auch an mögliche Gesundheitsschädigungen zu denken. Es gebe Studien, die belegen, dass die vom Mobilfunk ausgehende Strahlung zumindest krebsfördernd sein kann, sagte er. Wie gleich mehrere Gemeinderäte verschiedener Fraktionen später sagten, hatten sie dem Vorhaben eigentlich zustimmen wollen, aber dieser Gesichtspunkt sei zu wichtig, um ihn nicht zu beachten. Zudem kamen im Laufe der Diskussion auch weitere Fragen auf - beispielsweise, ob der Mast zusätzlichen Mobilfunkanlagen dienen oder vielleicht die im Esda-Gelände ersetzen soll. Denn der geplante Standort des neuen Mastes, der im Übrigen im Flächennutzungsplan der Gemeinde als gewerbliche Baufläche ausgewiesen ist, befindet sich unmittelbar hinter dem Esda-Areal.

Es wurde aber auch gesagt, dass es in Auerbach Bereiche gibt, in denen der Empfang schlecht bis nicht existent ist. Handyempfang sei heutzutage wichtig für jeden, das müsse man auch beachten. Es müsste aber geklärt werden, ob der geplante Mast beziehungsweise die Mobilfunkantennen auch genau in diesen Problembereichen Abhilfe schaffen und die Netzabdeckung im Ort verbessern können.

Einig waren sich die Räte letztendlich, dass es offene Fragen gibt und man sich sowohl über die Risiken als auch die Notwendigkeit noch einmal beraten sollte. Darum soll der Bauantrag Thema auf der nächsten Sitzung des Technischen Ausschusses sein, die am 17. Februar stattfindet.

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