Rathaus reagiert schnell für ein neues Löschfahrzeug

Der Thalheimer Stadtrat nutzt die gerade günstigen Fördermittelzusagen und stimmt dem Kauf eines neuen Fahrzeuges für die freiwillige Feuerwehr zu. Doch hält das 24 Jahre alte Vehikel noch durch, bis das neue kommt?

Thalheim.

Die Thalheimer Feuerwehrleute wird noch einiges an Geduld abverlangt. Zwar haben die Stadträte in ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl den Kauf eines neuen Löschgruppenfahrzeugs HLF-20 beschlossen - Gesamtkosten: etwa 450.000 Euro. Doch bis es eingesetzt werden kann, vergeht noch viel Zeit. Denn neben der Ausschreibung dauert die Produktionszeit grob geschätzt mindestens noch ein Jahr. "Die Auslieferung wird frühestens Mitte, eher Ende 2020 erfolgen können", so Bürgermeister Nico Dittmann im Stadtrat. Aber der Beschluss sei ein erster wichtiger Schritt zur Verbesserung der Ausstattung der Thalheimer Feuerwehr.

Die große Frage ist: Hält das alte Löschgruppenfahrzeug noch lang genug durch? Es ist mittlerweile 24 Jahre alt und hat einen Schaden am Getriebe wegen der hohen Einsatzbelastung beim Sturm "Fabienne". Sollte es ausfallen, dann hat die Feuerwehr zwar noch ein Fahrzeug, welches aber nicht so gut ausgestattet ist, so ein Feuerwehr-Sprecher. "Im Notfall werden die Kameraden in Zwönitz, Brünlos oder Stollberg uns helfen."


Dass die Investition überhaupt getätigt werden kann, sei einem "überraschenden Fördergeldsegen" vom Freistaat zu verdanken, so der Bürgermeister. 65 Prozent der Kosten für das neue Fahrzeug, also etwa 255.000 Euro, muss die Stadt Thalheim nicht bezahlen. Daher habe man umgehend reagiert und dem Stadtrat die außerplanmäßige Ausgabe zum Beschluss vorgelegt. "Im Zuge dessen, wurde bereits ein erstes Informationsangebot für ein Fahrzeug eingeholt. Aktuell muss mit einem Preis von 400.000 bis 450.000 Euro gerechnet werden", so die Stadt in der Beschlussvorlage.

Den Teil, den die Stadt als Eigenmittel zur Gesamtfinanzierung für das HLF-20 nun selbst tragen muss, ist kurzfristig in diesem Jahr außerplanmäßig stemmbar, weil es "leider nicht für alle von uns 2019 geplanten Straßenbauvorhaben Fördergelder gibt", so Dittmann.

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