Ratsleute bekommen künftig mehr Geld

Stollberg passt nach vielen Jahren die Aufwandsentschädigungen an. Das Stadtsäckel gibt das mittlerweile her.

Stollberg.

In Stollberg bekommen die ehrenamtlich tätigen Politiker eine höhere Aufwandsentschädigung als es bisher der Fall war. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Demnach wird das Sitzungsgeld bei Stadträten und Ausschussmitgliedern künftig 50 Euro pro Sitzung betragen. Bisher lag das Sitzungsgeld für Stadträte bei 14 Euro. Für Stadträte gibt es zusätzlich einen monatlichen Grundbetrag in Höhe von 37 Euro. Für digital-affine Stadträte kann sich dieser Betrag um 8 Euro erhöhen. Und zwar dann, wenn auf die Zusendung der Sitzungsunterlagen in Papierform verzichtet und stattdessen das Ratsinformationssystem genutzt wird.

Für die stellvertretenden Bürgermeister gilt zudem ein anderer Grundbetrag: Der 1. Stellvertreter bekommt künftig 80 Euro, der 2. Stellvertreter 60 Euro. Der monatliche Grundbetrag der Ortschaftsräte steigt zudem von 15 auf 30 Euro.


Im Stadtrat hat es zu der Erhöhung der Aufwandsentschädigungen auch kritische Stimmen gegeben. "Hier und da war von Bereicherung die Rede", sagte Oberbürgermeister Marcel Schmidt. Doch um Bereicherung gehe es bei der nun beschlossenen Erhöhung keineswegs, betonte Schmidt. Vielmehr sei die neu festgelegte Aufwandsentschädigung eine Art der Wertschätzung. "An diesem Ehrenamt hängen viele Stunden Arbeit, die im Dienste des Gemeinwesens geleistet werden. Stunden, die nicht mit Freunden oder Familie verbracht werden können; Stunden, die wir Selbstständigen gar nicht adäquat ersetzen können", begründete Schmidt. Zudem seien die bisher gezahlten Entschädigungen noch aus Zeiten, in denen es Stollberg finanziell richtig schlecht gegangen sei. "Nach der Haushaltskonsolidierung haben wir sie nie angehoben. Das ist nun nachgeholt worden", betonte Schmidt.


Kommentar: Zahlung istangemessen

Wenn Politiker sich die Bezüge erhöhen, wird Kritik laut. Ich finde, zu unrecht. Denn dieser Job ist mit einer Menge Zeitaufwand und viel Verantwortung verbunden. Im Ehrenamt, also bei den Stadt-, Gemeinde- oder Ortschaftsräten verbittet sich Kritik erst recht. Denn die dort engagierten Menschen werden nicht mit Gold überhäuft; sie investieren vielmehr ihre Freizeit zum Wohle aller.

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