Region büßt Spitzenplatz ein

Der Arbeitsmarkt im Erzgebirge bleibt in Bewegung: Ende Juli waren 295 mehr Menschen als im Vormonat arbeitslos.

Annaberg-Buchholz.

Das Schul- und Ausbildungsende hat im Juli zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Erzgebirge geführt. 7456 Menschen waren nach Angaben von Nino Sciretta zum Ende des Monats arbeitslos gemeldet - und damit 295 mehr als noch im Vormonat. Für den Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz allerdings kein Grund zur Besorgnis. Einen solchen saisonbedingten Anstieg gebe es jedes Jahr im Sommer.

"Viele junge Menschen haben die Schule, das Studium oder eine Ausbildung beendet und suchen nun nach einem Job. Der Einstieg ist jedoch nicht immer nahtlos möglich, sodass sich viele erst einmal arbeitslos melden", erläutert Nino Sciretta. Deshalb sei der Anstieg der Anzahl der Arbeitslosen auch in der Gruppe der unter 25-Jährigen am deutlichsten. Erfahrungsgemäß würden aber in den nächsten Wochen die meisten Absolventen einen Job finden.


Mit der neuen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent hat das Erzgebirge allerdings seine Spitzenposition in Sachsen vorerst eingebüßt. Die Statistik wird nun angeführt von Pirna mit 4,2 Prozent. Auf Platz drei rangiert Zwickau mit 4,2 Prozent. Das Schlusslicht bildet Chemnitz mit 6,4 Prozent. Insgesamt ergibt sich damit für Sachsen eine durchschnittliche Quote von 5,3 Prozent. Und auch innerhalb des heimischen Agenturbezirkes fallen die Zahlen ganz unterschiedlich aus: "Während in den beiden Geschäftsstellen in Zschopau und Marienberg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stagniert, ist sie in allen anderen Geschäftsstellen angestiegen", fasst der Agenturleiter zusammen. Zschopau schiebt sich demzufolge mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent an die Spitze aller Geschäftsstellen im Erzgebirge. Es folgen Stollberg mit 3,7 Prozent und Marienberg mit 3,9 Prozent. Die Hauptagentur Annaberg-Buchholz ordnet sich mit 4,5, Schwarzenberg mit 4,7 und die Geschäftsstelle Aue mit 5,1 Prozent dahinter ein.

Allerdings ergibt sich unter Einbeziehung der sogenannten Unterbeschäftigung ein etwas anderes Bild. In dieser werden seitens der Arbeitsagentur zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind. Mit ihnen ergibt sich für die Region eine Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent. Laut Sciretta sind aber auch von dieser Unterbeschäftigung mittlerweile deutlich weniger Menschen betroffen als 2018 - laut Statistik 820.

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