Rentners Ruh schaut auf erfolgreiche Saison zurück

Von den Sturmschäden ist am Thalheimer Ausflugslokal nicht mehr viel zu sehen. Nur der Wald ist lichter. Doch das stört nicht.

Thalheim.

Es ist die erste Saison gewesen nach dem Sturm vor reichlich einem Jahr in Thalheim. Sturmtief "Fabienne" hatte die Miniaturanlage Rentners Ruh komplett zerstört. Der Saisonabschluss fand daraufhin auf dem Thalheimer Waldcampingplatz statt. Gestern nun hat sich der Heimatverein wieder am gewohnten Ort in die Winterpause verabschiedet, traditionell mit deftiger und humorvoller Musik zum Zuhören und Nachdenken von der Gruppe "Schluckauf" aus Thalheim. In den nächsten Tagen werden die reichlich 40 Modelle und Figuren abgebaut und ins Winterquartier gebracht.

"Es war eine tolle Saison, die uns gezeigt hat, wie sehr die Thalheimer und Besucher aus der Region ihre Rentners Ruh als beliebtes Ausflugsziel mögen und schätzen", sagt Ines Raigrotzky, Vorsitzende des Erzgebirgischen Heimatvereines Thalheim. Neben vielen Stammgästen, die die Miniaturanlage zum Teil schon seit Jahrzehnten regelmäßig besuchen, kamen in diesem Sommer auch Interessierte, die sich informieren und die Entwicklung zu einer wieder hergestellten Anlage verfolgen wollen. Und dieses Projekt ist hervorragend gelungen. Das meinen Besucher. "Alles ist so perfekt, wäre es rundherum nicht so kahl, man könnte meinen, es hätte den Sturm nie geben", sagt zum Beispiel Richarda Bucher aus Lößnitz. Und ihr Mann Rolf ergänzt: "Ich finde es eigentlich sehr angenehm ohne den dichten Wald, es wirkt alles viel heller. Die Anlage mit den Häusern und Szenen sieht super gepflegt und ordentlich aus. Ein großes Lob an den Verein. Ein Glück, dass es solche engagierte Leute gibt."

Geschafft hat das ein Reparaturteam aus Vereinsmitgliedern und örtlichen Handwerkern, die nach einer Bestandsaufnahme im vergangenen Herbst in der kalten Jahreszeit die Objekte wieder schick gemacht haben. Zur Saisoneröffnung war alles fertig. Sogar ein neues Modell ist entstanden, das ehemalige Thalheimer Gasometer.

Auch Grillecke, Pavillon und Toiletten sind wieder benutzbar. So langsam wird es auch wieder grün, rund um die Rentners Ruh. 150 Laubbäume wurden, nach Rücksprache mit dem zuständigen Forstmeister, von Vereinsmitgliedern und Spendern gepflanzt und während der Trockenperiode regelmäßig mit Wasser versorgt.

"Wir sind nicht nur dankbar für die zahlreiche, unkomplizierte finanzielle Hilfe. Besonders die emotionale Unterstützung hat, wenn uns wieder einmal der Mut verlassen wollte, sehr gut getan und die Vereinsmitglieder angespornt nicht aufzugeben", sagt Vereinsvorsitzende Ines Raigrotzky.

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