Rentners Ruh will Mitstreiter von anderen Vereinen anwerben

Mehr Zusammenarbeit würde allen helfen, so die Vereins-Chefin. Sie schaut auf eine Saison mit 5000 Gästen zurück - und blickt zudem nach vorn.

Thalheim.

Mit einem zünftigen Abschlussfest haben der Erzgebirgische Heimatverein Thalheim sowie Besucher und Freunde des beliebten Kleinodes am Rande von Thalheim das Heimateck Rentners Ruh in die Winterpause verabschiedet. Traditionell unterhielt die Gruppe Schluckauf die Gäste mit witzigen und deftigen Liedern in Thalheimer Dialekt. Den Saisonabschluss nutzt Ines Lämmel, seit fünf Jahren 1. Vorsitzende des Erzgebirgischen Heimatvereins mit 100 Mitgliedern, von denen etwa 25 in der Rentners Ruh aktiv tätig sind, auf die vergangenen sechs Monate zurück- und auf Zukünftiges vorauszublicken.

"Unsere dringende große Aufgabe ist ein Generationenwechsel", sagt die im Außendienst tätige Mutter einer Tochter, die selbst erst 39 Jahre jung ist. "Es ist zwar für einen Verein immer gut, wenn er rüstige Senioren hat, auf die er sich verlassen kann. Doch bei einem Altersdurchschnitt unserer Mitglieder jenseits der 70 lassen halt die Kräfte auch mal nach. Leider ist es versäumt worden, sich rechtzeitig um Nachfolger zu bemühen. Wir werden intensiv dran arbeiten, jüngere Leute für den Verein zu gewinnen." Dabei denkt sie auch daran, dass jüngere Mitstreiter anderer Vereine sich bei ihr engagieren. "Optimal wäre es, wenn sich die Thalheimer Vereine gegenseitig unterstützen. Eine intensivere Zusammenarbeit käme allen zugute."

Zur Saisoneröffnung der Rentners Ruh am 1. Mai hatten die in den Wintermonaten routinemäßig wieder hergerichteten und mit frischer Farbe versehenen mehr als 40 Miniaturen und Figurengruppen bereits wieder ihren Platz eingenommen. Die derzeitige Zahl soll erhalten bleiben, neue Modelle sind nicht geplant. "Zum Glück ist in diesem Jahr alles heil geblieben, keine Regenflut, kein Vandalismus. Seit unsere Anlage videoüberwacht wird, gab es keine Zerstörung mehr", freut sich die Vereinschefin.

Zu den Saison-Höhepunkten wie Himmelfahrt, Pfingsten, Sommerfest sowie "normalen" Wochentagen und Wochenenden kamen insgesamt rund 5000 Besucher aller Altersgruppen in die Rentners Ruh. Auch eine vierwöchige Baustelle im Juni hat dem Zuspruch nicht geschadet. Im Rahmen der Flut-Schadensbeseitigung wurde ein kaputtes Rohr unter der Anlage ausgewechselt und vergrößert. Der Defekt ist nach einer Überflutung der Miniaturanlage 2013 festgestellt worden. Die Reparatur durch eine Fachfirma soll eine nochmalige Überschwemmung sowie Verluste von Modellen und Figuren verhindern.

Sorgen macht dem Verein die konsequente Absicherung der Öffnungszeiten der Kantine. "Das ist unser Herzstück, ein attraktiver Anziehungspunkt für Besucher, das wollen wir auf jeden Fall erhalten", sagt die Vereinschefin.

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