Sanierung der Oberen Hauptstraße ist abgeschlossen

Auerbach kann die längst überfällige Baumaßnahme abhaken. Der Weg dahin war aber nicht einfach.

Auerbach.

Die Obere Hauptstraße von Auerbach ist am Dienstagabend wieder für den Verkehr freigegeben worden, die 375.000 Euro teure Sanierung ist abgeschlossen. Damit beendet die Gemeinde ein nicht ganz einfaches Kapitel, denn der Straßenbau war längst überfällig und viele Jahre lang von Bürgern und Räten eingefordert worden. Von einer "langen und schweren Geburt" sprach Bürgermeister Horst Kretzschmann daher bei der Straßenfreigabe.

Gescheitert war das Vorhaben zunächst daran, dass ein wesentlich teurerer grundhafter Ausbau geplant, aber letztlich finanziell nicht zu stemmen war - auch weil sich die Bewilligung der Fördermittel hinzog und darum mit enormen Baukostensteigerungen gerechnet werden musste. Die Lösung war eine Deckensanierung als abgespeckte Variante, die über das Dorfentwicklungsprogramm Leader mit rund 260.000 Euro bezuschusst wird. Dafür hatten andere Kommunen der Förderregion teilweise ihrerseits Vorhaben zurückgezogen, sagte Bürgermeister Horst Kretzschmann.


Für den symbolischen Akt des Banddurchschneidens griff Kretzschmann gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Dieter Herold und Andreas Kroschk zu den Scheren. Stellvertretend für die zahlreichen Gäste der Straßeneröffnung durften ihnen auch zwei Kinder zur Hand gehen. Dass der Verkehrsfreigabe viele Gäste beiwohnten, spricht wohl auch für das große Interesse der Auerbacher an diesem Straßenbauprojekt. Und das nicht ohne Grund: Zuletzt hatte es wegen der zahlreichen und tiefen Schlaglöcher sogar Schadensersatzforderungen gegeben. Und das Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Erzgebirge (RVE) drohte an, die Straße ab kommenden Schuljahr nicht mehr zu nutzen und auch die dortige Bushaltestelle nicht mehr zu bedienen. Bürgermeister Kretzschmann hofft nun, dass die schlaglochfreie glatte Straßendecke kein neues Problem heraufbeschwört, und die Straße "jetzt nicht als Rennstrecke genutzt wird".

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