Spätschicht: Offene Tore bei laufender Produktion

Zu den Tagen der Industriekultur lassen sich große Unternehmen ein Stück weit in die Karten schauen. Wer dabei sein will, sollte sich aber sputen.

Gornsdorf/Stollberg/Oelsnitz.

Dass das Erzgebirge ein Industriestandort ist, beweisen nächste Woche 23 Unternehmen, die sich an den Tagen der Industriekultur beteiligen. Am späten Nachmittag und Abend des 21. Septembers werden sie eine ganz besondere Spätschicht einläuten und gewähren Neugierigen Zutritt zu ihren Produktionsräumen.

Initiiert wird die Spätschicht als ein Programmteil der "Tage der Industriekultur" seit neun Jahren von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE). Neben den 23 Unternehmen des Erzgebirges öffnen auch 17 Unternehmen aus der Regionen Zwickau und 26 Unternehmen in Chemnitz am 21. September zwischen 14 und 22 Uhr ihre Tore. Im Erzgebirge hatte die Spätschicht im vergangenen Jahr mit sieben Firmen Premiere, nun hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verdreifacht. "Als Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Erzgebirge haben wir das Privileg, hin und wieder einen Blick in die Produktionshallen werfen zu können. Und wir sind immer wieder erstaunt, welche Vielfalt an Produkten hier entsteht", sagt Peggy Kreller vom Regionalmanagement Erzgebirge, die das Projekt für erzgebirgische Unternehmen koordiniert. "Diese Erfahrungen möchten wir gern mit den Menschen hier teilen, die immer noch nicht wissen, dass das Erzgebirge in allererster Linie ein Industriestandort ist."

Aus dem Altkreis Stollberg beteiligen sich der Leiterplattenhersteller KSG in Gornsdorf, die Micas AG in Oelsnitz, die Sensoren und Elektronik produziert, sowie die Stollberger Wesko GmbH, die im Bereich des Werkzeug- und Formenbaus, der Kunststoffverarbeitung und der Prüftechnik aktiv ist.

Weitere große Teilnehmer sind etwa der Bibliothekseinrichter Lenk aus Schönheide, die Hoppe AG in Crottendorf oder auch die Nickelhütte Aue.

Die Führungen dauern im Schnitt 30 bis 90 Minuten. Meist wird festes Schuhwerk angeraten. In vielen Fällen ist es verboten, zu filmen und zu fotografieren, da die Produktion unvermittelt weitergeht. Eine Anmeldung ist unbedingt notwendig. Bei einigen Unternehmen, etwa der KSG wird es schon knapp, dort kann man sich nur noch auf die Warteliste setzen lassen.

Die Spätschicht findet am 21. September statt. Anmeldungen für die jeweiligen Unternehmen sind auf der Internetseite möglich.

www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/ industriekultur

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