Sperrungen ziehen sich bis Ende November hin

Umfangreiche Bauarbeiten sind in diesem Jahr an der Bundesstraße 95 und an der Hauptverkehrsader durch Sehmatal geplant. Die sollen wechselseitig erfolgen - wie auch die Verkehrseinschränkungen. Der Zeitplan ist ehrgeizig.

Sehmatal.

Die ersten Straßenbauarbeiten im Erzgebirgskreis haben begonnen - die ersten Verkehrseinschränkungen demzufolge auch. Ab dem heutigen Montag kommen neue dazu: sowohl auf der Bundesstraße B 95 zwischen Annaberg-Buchholz und Oberwiesenthal als auch auf der nahezu parallel verlaufenden Karlsbader Straße in Sehmatal, der Hauptverkehrsader des Ortes. Die Trasse, auf der keine Bauarbeiten stattfinden, wird dann jeweils als Umleitungsstrecke genutzt, kündigt Jens Benedict von der Gemeindeverwaltung Sehmatal an. Insgesamt werde sich dieses Wechselspiel voraussichtlich bis Ende November hinziehen - vorausgesetzt, der ehrgeizige Zeitplan kann eingehalten werden.

In insgesamt fünf Etappen sollen in diesem Jahr die Winterschäden auf der Karlsbader Straße beseitigt werden - zunächst in der Ortslage Sehma, anschließend im Ortsteil Cranzahl. Die entsprechenden Arbeiten im Ortsteil Neudorf waren im vorigen Jahr ausgeführt worden. Der erste Abschnitt wird laut Jens Benedict ab dem heutigen Montag in Angriff genommen: zwischen dem Ortsausgang Cunersdorf und der Kreuzung Pfarrstraße in Sehma. Dort erfolge - da es sich um eine Staatsstraße handelt - unter Regie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr bis voraussichtlich 3. April die Sanierung der Straßendecke. Dafür werde die S 266 für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt nach Angaben des Landratsamtes über Cunersdorf in Richtung Morgensonne, die B 95 über Kühberg und die Richterstraße nach Cranzahl. "Die wird in dieser Zeit wahrscheinlich zum Nadelöhr werden", vermutet Jens Benedict.

Nach jetzigem Planungsstand schließen sich dann etappenweise die weiteren Bauabschnitte an. Ab etwa Anfang April der zweite und größte, der sich von der Pfarrstraße bis zur Einfahrt Bahnhofsstraße erstreckt. In dieser Zeit will die Gemeinde zudem die Sanierung und Verlegung der Bushaltestelle Warte realisieren, die um einige Meter in Richtung Cunersdorf verlagert wird. Das soll, verbunden mit noch einigen anderen baulichen Änderungen, mehr Verkehrssicherheit für die Fußgänger bieten. Für diesen Bauabschnitt werde es eine innerörtliche Umleitung geben mit Richtungsverkehr beziehungsweise Ampelregelung. Das gelte auch für die dritte Etappe, für die etwa am 4. Mai der Baustart geplant ist. Dann wird im Bereich zwischen Bahnhofstraße und Straße der Einheit die Straßendecke abgefräst und erneuert. Der vierte Bauabschnitt - zwischen der Talstraße und der Richterstraße in Cranzahl - steht momentan vom 11. Mai etwa bis voraussichtlich 22. Mai auf dem Plan. Für diesen ist laut Jens Benedict wieder eine Vollsperrung erforderlich und daraus resultierend eine "große außerörtliche Umleitung" - vor allem für den Schwerlastverkehr.

Ein entscheidender Termin, denn voraussichtlich Ende Mai werde der Startschuss für erneute Bauarbeiten im Kreuzungsbereich an der Morgensonne auf der B 95 fallen - einschließlich eines Teilstückes der Straße in Richtung Königswalde. Bis dahin sollen die aktuellen Arbeiten auf der Bundesstraße zwischen Niederschlag und Hammerunterwiesenthal abgeschlossen sein, die derzeit schon für Einschränkungen im Fahrzeugverkehr sorgen. Hintergrund dieser Baumaßnahme ist die Erneuerung einer Gashochdruckleitung durch den zuständigen Energieversorger Eins Energie. Die Umleitung führt laut Landratsamt ebenfalls über die Richterstraße. Ende Juni/Anfang Juli schließen sich dann laut Jens Benedict Arbeiten in Bärenstein an: die Sicherung beziehungsweise Erneuerung der Randbalken entlang der Bundesstraße. Arbeiten, wie sie vor zwei Jahren schon einmal zwischen Niederschlag und Hammerunterwiesenthal realisiert worden waren. Und auch in diesem Jahr werden sie wieder viel Zeit in Anspruch nehmen - nach bisher vorliegenden Informationen bis Ende November.

Bis dahin ist die Deckensanierung in Sehmatal vermutlich schon lange Geschichte. Ab Ende Mai werden Maschinen und Arbeiter im Ortsteil im Einsatz sein - bis zum Sägewerk. Das Ende der Arbeiten dort ist derzeit für den 30. Juni avisiert.


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