Stadt benennt Schloss Hoheneck um - und stößt auf Kritik

Das Gelände in Stollberg soll künftig "Areal Staleburgk" heißen. Einige sind nun verwundert. Und zwar nicht nur Frauen, die dort gefangen waren.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    4
    Interessierte
    01.03.2019

    Nein , ich bin nicht aus Stollberg , ich von hier aus Chemnitz ....

  • 3
    3
    gelöschter Nutzer
    27.02.2019

    @Interessierte: Ach, Sie sind gar nicht von hier?

  • 1
    4
    Interessierte
    27.02.2019

    Ich wollte gucken , was das ´Schloß` einmal war …
    Schon immer Gefängnis ……….

    Und hier gibt es ein Kinderheim Hoheneck
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ehemaliges-kinderheim-in-ludwigsburg-und-zum-abendessen-gab-es-schlaege.640436d1-7e32-4388-b0be-8434e19e1084.html?reduced=true

  • 8
    3
    Deluxe
    24.02.2019

    "Bis zum Ende der DDR waren dort Frauen aus politischen Gründen inhaftiert."

    Das ist zwar richtig, aber es ist trotzdem nicht die Wahrheit.
    In Hoheneck saßen zwar politische Gefangene - aber eben auch ganz gewöhnliche Kriminelle, die in jedem Land der Welt ebenfalls ins Gefängnis gekommen wären.

    Die politischen Gefangenen in Hoheneck machten nur einen Teil der Gesamtbelegschaft aus - Hoheneck war durchaus auch "normales" Gefängnis. Was übrigens Teil der höchst fragwürdigen psychischen Strafmaßnahmen gegen politische Gefangene war, die nämlich mit Mörderinnen, Gewalttäterinnen und anderen kriminellen Frauen zusammengesperrt wurden.

    Hoheneck nur als politischen DDR-Knast zu sehen, greift somit zu kurz. Die Geschichte des Gefängnisses ist nicht nur deutlich länger, sondern auch differenzierter. Wie so oft. Und ich kann mir nicht vorstellen, daß es im Kaiserreich so viel humanistischer im Frauenknast zuging als in der DDR. Somit könnte man die Frage stellen, warum Hoheneck immer nur auf politische Gefangene zu DDR-Zeiten reduziert wird. Waren die anderen deutschen Diktaturen besser und die Rechtsprechung vor 1949 irgendwie menschlicher? Ich glaube kaum...
    Als Frau beispielsweise um 1880 in diesem Bau zu sitzen, dürfte kaum weniger unmenschlich gewesen sein als hundert Jahre danach.

    Und was die Namensänderung betrifft:

    Es war Hoheneck.
    Es ist Hoheneck.
    Es wird immer Hoheneck bleiben.
    Egal, was ein auf Zeit gewählter Bürgermeister auf irgendwelche Schilder schreiben läßt.

  • 30
    1
    gelöschter Nutzer
    23.02.2019

    Der neue Name "Areal Staleburgk" lässt mich eher an ein Adventure- Areal denken. Meiner Meinung nach wird er der Geschichte von Hoheneck nicht gerecht. Die Neunutzung durch Phänomenia und bald auch durch das Theater ist gut und beweist den Blick nach vorn. Aber die Namensänderung wirkt, als wolle man die dunkelsten Zeiten des Frauengefängnisses Hoheneck auch sprachlich ausblenden.
    Das wäre fatal.

  • 29
    2
    Eichelhäher65
    23.02.2019

    Der Begriff "Schloss Hoheneck" ist über unsere Grenzen hinaus bekannt als Inbegriff für DDR-Diktatur und die Leiden der dort unschuldig einsitzenden politischen Gefangenen. Wie kann man nur auf die Idee kommen, dies umzubenennen ?
    Da könnte man auch die Berliner Mauer wieder als "antifaschistischen Schutzwall" deklarieren ! Es ist wie ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Frauen. Man kann die Geschichte nicht zurückdrehen, leider ist Stollberg nun mal mit dem unglückseligen Hoheneck verbunden. Aber das ist doch nicht alles. Es gibt doch auch andere Sehenswürdigkeiten und Ziele in der Region und diese muss man auch fördern und bewerben. Hoheneck gehört für immer zu dieser Region, das ist nicht zu ändern und eine Namensänderung macht es nicht besser, im Gegenteil.

  • 6
    29
    659335
    23.02.2019

    Ich finde es hoch anständig, dass eine Kommune sich der Verantwortung für dieses Erbe stellt, was eigentlich ein Staatsgefängnis war. Und ich finde es auch in Ordnung, wenn die Stadt sich für einen anderen Namen für das ganze Gelände entscheidet - wie soll man sonst ein Kindertheater in einem ehemaligen politischen Gefängnis bewerben? Die Kritik im Artikel ist kleinkariert und das Ganze für mich eher sehr oberflächlich recherchiert. Stimmungsjournalismus.