Stadt plant in Hoheneck eine Herberge für Schüler

Das Fachwerkhaus vor dem Gefängnistor soll saniert werden, um das Areal auch für Projektwochen attraktiv zu machen.

Hoheneck.

Die Entwicklung des Areals "Stalburc/Hoheneck" (siehe Infokasten) wird weiter voran getrieben. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montagabend weitere Planungen vergeben. So ist ein Büro damit beauftragt worden, die Planung für eine Jugendherberge im Fachwerkhaus vor dem Eingangstor der ehemaligen Frauenhaftanstalt zu erarbeiten. Dort möchte die Stadt Stollberg Schulklassen Übernachtungsmöglichkeiten im Rahmen von Projektwochen ermöglichen.

"Vorgesehen sind 26 Betten für Schüler sowie Seminar- und Speiseräume", erläuterte Oberbürgermeister Marcel Schmidt im Stadtrat. Für dieses Vorhaben sei ein Fördermittelantrag bereits auf den Weg gebracht worden. Der Auftrag - die Objektplanung zur Sanierung mit Umnutzung zum Jugend- und Begegnungszentrum - hat ein Volumen von rund 225.000 Euro. Dem stimmte der Stadtrat einstimmig zu. Die Stadt geht von Gesamtkosten in Höhe von etwa 2,95 Millionen Euro aus. Es steht eine Förderquote von 90 Prozent im Raum. Damit müsste im Falle eines positiv beschiedenen Fördermittelantrages ein Eigenanteil von rund 295.000 Euro aufgebracht werden.

Für ein weiteres Vorhaben hat der Stadtrat ebenfalls am Montag die Planung in Auftrag gegeben. Dabei geht es um die Sanierung und den Umbau der ehemaligen Wäscherei des Gefängnisses zu einem Fitnessbereich. Geplant ist, die beiden rechtsliegenden Gebäudeteile abzureißen, erläuterte Schmidt im Stadtrat. Im linken Teil soll dann Seniorensport angeboten werden.

Der Verein Sportlight 361 Grad, der zurzeit am Sportpark beheimatet ist, wolle dort sein Engagement mit weiteren Angeboten erweitern. "Das wird eine zusätzliche Sache sein", sagte Schmidt. Der Standort am Sportpark bleibe somit erhalten. Dieser Gebäudeteil stelle zudem die Grundlage für die geplante Schwimmhalle dar, in der dann auch Aqua-Sport angeboten werden soll.

Der Stadtrat hat am Montag auch die Gesamtkosten der Umgestaltung in den Blick genommen. Diese werden zurzeit mit 10,34 Millionen Euro kalkuliert. 8,9 Millionen davon sind zuwendungsfähig. Bei einem Eigenanteil von 24 Prozent, muss die Stadt nach aktueller Kalkulation mit einem Eigenanteil von rund 2,53 Millionen Euro rechnen. Darin sind nicht förderfähige Ausgaben bereits enthalten.


Wende im Namensstreit

Für das Gebiet rund um die ehemalige Frauenhaftanstalt Hoheneck soll es nun einen Namenskompromiss geben. Wie Oberbürgermeister Marcel Schmidt in der jüngsten Ratssitzung am Montag mitteilte, soll die Bezeichnung künftig "Areal Stalburc/Hoheneck" lauten. Damit orientiert sich die Stadt nun am Kompromissvorschlag, den der Stollberger Namensforscher Volkmar Hellfritzsch in der "Freien Presse" angeregt hatte.

Der Hohenecker Ortsvorsteher Siegfried Schmidt kritisierte, dass der Ortschaftsrat nicht in die Überlegungen für eine neue Bezeichnung einbezogen worden sei. Der Oberbürgermeister räumte ein, dass dies ein Versäumnis gewesen ist. (bjost)

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