Stadt prüft Ringschluss in Wohngebiet

Weil eine geplante Ringstraße eine Sackgasse blieb, fühlten sich Anwohner an der Straße Zu den Teichen in Stollberg von der Verwaltung verraten. Nun gibt es wieder Hoffnung.

Stadt prüft Ringschluss in Wohngebiet

Für Sie berichtet: Christoph Pengel

Die Stollberger Verwaltung lässt prüfen, ob ein Ringschluss der Straße Zu den Teichen doch noch möglich ist. Das bestätigte die Beigeordnete Katharina Mann auf Anfrage des FWU-Stadtrates und stellvertretenden Bürgermeisters Günter Colditz. Demzufolge hat die Verwaltung eine Voruntersuchung in dem Wohngebiet in Auftrag gegeben. Danach ist eine Abstimmung mit dem Investor geplant.

Das Wohngebiet am Rand von Stollberg entstand nach der Wende. Im Bebauungsplan von 1994 ist die Ringstraße eingezeichnet. Dieser gilt bis heute. Eigentümer der gesamten Fläche war eine Firma, die nach dem ersten Bauabschnitt Ende der 1990er Jahre pleiteging. Im Jahr 2010 verkaufte der Insolvenzverwalter die verbliebenen Grundstücke. Später wurden Ein- und Mehrfamilienhäuser mit bis zu 40 Wohneinheiten gebaut, hinzu kam eine Stichstraße in der Mitte. Aber der Ringschluss, so wie er ursprünglich vorgesehen war, ist bislang nicht entstanden. Etwa 200 Meter fehlen dafür. Die Straße ist eine Sackgasse.

Bei einer Bürgerversammlung Anfang März hatten die Anwohner ihrem Ärger Luft gemacht, zuvor hatten sie mehr als 70 Unterschriften gesammelt. Die Straße gehe kaputt durch den Verkehr, Familien sorgten sich um ihre Kinder. "Wir haben die Häuser in der Annahme gekauft, dass es eine ruhige Wohngegend ist. Der Wert unserer Häuser ist gemindert", hieß es. Bürgermeister Marcel Schmidt sagte: "Ein Bebauungsplan bedeutet nicht, dass der Bauherr so bauen muss. Es heißt nur, dass er so bauen kann, wenn er will." Die noch freien Baufelder, insgesamt 8000 Quadratmeter, gehören zwei unterschiedlichen Investoren. Sie hatten, so Oberbürgermeister Schmidt damals in der Einwohnerversammlung, kein Interesse an einem Ringschluss, da die Straße für sie lediglich zur Erschließung ihrer Häuser notwendig sei. Ob sich diese Auffassung nun geändert hat, dazu äußert sich die Stadtverwaltung Stollberg derzeit nicht. Auch, ob es bereits einen Zeitplan gibt, ist noch offen. (mit kan)

0Kommentare Kommentar schreiben