Stadtchefin kritisiert rasende VW-Arbeiter

Oberbürgermeisterin von Zwickau schaltet sich nach Beschwerden ein

Zwickau.

Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) hat an die Beschäftigten des Zwickauer Volkswagen-Werks appelliert, auf dem Weg von und zu der Arbeit rücksichtsvoller zu fahren. Aufgrund der vielen Beschwerden, die regelmäßig in den Ortsteilen über den Fahrstil von VW-Schichtarbeitern geäußert werden, sagte Findeiß während einer Einwohnerversammlung im Ortsteil Mosel, diese Verhaltensweise beschädige das Ansehen des größten Arbeitgebers in der Region und sei darüber hinaus unnötig. Sie kündigte an, für die VW-Betriebszeitung einen Gastbeitrag zu schreiben, in dem sie darauf hinweisen wolle. Das habe sie schon einmal vor einigen Jahren getan, und es sei an der Zeit, das Thema wieder aufzugreifen.

Auf der Einwohnerversammlung in Mosel, zu der Bewohner der nördlichen Stadtteile eingeladen waren, hatten sich Teilnehmer über den rücksichtslosen Fahrstil von Autos mit Wolfsburger Kennzeichen beschwert. Demnach würden diese regelmäßig auf dem Weg von und zur Arbeit die großen, ausgebauten Straßen vermeiden und lieber den direkten Weg zu ihren jeweiligen Wohnorten wählen, auch wenn dieser durch Wohngebiete und enge Ortslagen verlaufe. Findeiß zufolge kommen ähnliche Beschwerden regelmäßig in allen Stadtteilen.

Anwohner fordern den vermehrten Einsatz von Blitzern an betroffenen Straßen zu Zeiten des Schichtwechsels. Eine konkrete Zusage, mehr Kontrollen durchzuführen, machte die Stadtchefin dahingehend jedoch nicht. "Nur mit Polizeistreifen und Blitzern kommen wir nicht weiter", sagte Findeiß. "Es braucht auch Appelle."

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