Stadtrat berät zu Daetz-Angelegenheit

Nach Gerichtsniederlage in die nächste Instanz? - Abstimmung ohne Öffentlichkeit

Lichtenstein.

Der Lichtensteiner Stadtrat berät am Montag, wie das Rathaus in Sachen Daetz-Stiftung weiter verfahren soll. Im November hatte Lichtenstein eine Niederlage vor dem Landgericht Zwickau einstecken müssen. Eine seit über zwei Jahren anhängige Räumungsklage gegen die Daetz-Stiftung wurde abgewiesen. Im Kern wollte die Verwaltung erwirken, dass die Stiftung den Rest ihrer Holzexponate aus dem Daetz-Centrum entfernt.

Die Räte sollen nun entscheiden, ob Lichtenstein Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Landgerichtes einlegt. Der Weg vor das Oberlandesgericht steht derzeit noch offen. Die dazu anberaumte Beratung, so Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler), werde hinter verschlossenen Türen stattfinden - wegen des prozesstaktischen Vorgehens in Rechtsstreitigkeiten. Der Beschluss wird in der nächsten Sitzung öffentlich bekannt gegeben."

Dreh- und Angelpunkt des Streites ist die finanzielle Unterstützung des Daetz-Centrums. Die dortige Dauerausstellung hatte bereits vor ihrer Schließung Ende 2017 Verluste eingefahren.

Für die Stadt entwickelte sich die Angelegenheit zu einem Verlustgeschäft. Die Verträge zwischen Lichtenstein und Daetz-Stiftung gehen noch auf die Zeit von Altbürgermeister Wolfgang Sedner (CDU) zurück. (akli)

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