Stiftung erfüllt viele kleinere Wünsche

Viele kleine Projekte haben seit 2008 von Finanzspritzen profitiert. In Summe bringt das Oelsnitz sichtbar voran.

Oelsnitz.

Die Ausschüttungen der Stiftung "Lebendige Stadt Oelsnitz im Erzgebirge" sind zwar für sich genommen keine riesig großen Würfe, aber sie machen unabhängig vom städtischen Haushalt einiges möglich. "Wir müssen ehrlich sagen: Die Projekte, die wir durch die Stiftung unterstützen, würden ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden", sagt Bürgermeister Bernd Birkigt. Als gutes Beispiel nennt er Kunst im öffentlichen Raum und da speziell die Bergmannskuh, die Ende 2018 im Lindenhof aufgestellt worden war. Da hatte die Stiftung zwei Ausschüttungsjahre zusammengefasst und 12.700 Euro zur Verfügung gestellt. Auch das Grüne Klassenzimmer der Turley-Oberschule ist 2012 von der Stiftung mit 5000 Euro unterstützt worden. "Es geht auch darum, auf schöne Ideen, die während eines laufenden Haushaltsjahres aufkommen, reagieren zu können", sagt Stiftungsvorstand und Stadtkämmerin Antje Lohse.

Die Stiftung ist mit einem Grundkapital von 50.000 Euro gegründet worden und hat 2008 die erste Ausschüttung vorgenommen. Damals ging es übrigens um die Schachtziege aus Bronze, die an der Grüßerkreuzung aufgestellt worden war. 4135 Euro kamen zu diesem Zweck von der Stiftung. Mittlerweile verfügt sie über ein Kapital von knapp 525.000 Euro. "Zuletzt haben wir allerdings kaum Zustiftungen oder Spenden bekommen", sagt Jens Barnickel.

Seit 2008 sind rund 108.000 Euro für ganz unterschiedliche Projekte im Sinne der Stiftungszwecke bereitgestellt worden. Diese sind ziemlich breit definiert. Sie reichen von "Umweltgedanken an Kitas und Schulen fördern" über "Kunst und Kultur" bis zu "Heimat und Brauchtum". "Wichtig war und ist der Stiftung allerdings, dass etwas Nachhaltiges geschaffen wird und keine einmaligen Veranstaltungen", sagt Kuratoriumsmitglied Jens Barnickel. Ausnahmen seien allerdings bei der Unterstützung des Tages der Sachsen in Oelsnitz oder der 800-Jahr-Feier gemacht worden.

Im aktuellen Ausschüttungsjahr kommen vier Projekte zum Zuge. Neben dem bereits realisierten Fassadenbild in der Concordiasiedlung (4000 Euro) sollen neue überdachte Sitzgelegenheiten an der Deutschlandschachthalde entstehen (2000Euro). Über mehr als 6000Euro für transportable Zelte dürfen sich die Blasmusikanten freuen und 4000 Euro gehen an die Turley-Oberschule für Olympische Oberschulspiele, die aber erst 2021 stattfinden können.

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